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Der Habacher Weiher im Westen des Dorfes ist als Auffangbecken an seine Grenzen gestoßen.

Schutz vor Hochwasser

Große Pläne für Habacher Weiher

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Die Gemeinde Habach will den Hochwasserschutz verbessern. Eine wichtige Aufgabe fällt dem Habacher Weiher zu.

Habach – Der erste Baustein im umfangreichen Habacher Hochwasserschutz-Konzept nimmt weiter Gestalt an: Die Planungen für einen möglichen Ausbau des Habacher Weihers als Regenrückhaltebecken laufen. Dies gab Bürgermeister Michael Strobl in der Gemeinderatssitzung bekannt.

Mit den Arbeiten hatte der Gemeinderat für knapp 79 000 Euro das Pollinger Ingenieurbüro Kokai beauftragt. Dieses zeichnet aktuell auch für den Hochwasserschutz in seinem, im Juni 2016 von verheerenden Regenfluten heimgesuchten, Heimatdorf verantwortlich. Für den Habacher Weiher, der als Auffangbecken an seine Grenzen stößt, werden derzeit die Grundlagen ermittelt. So läuft gerade die hydrologischen Untersuchung des Wasser-Einzugsgebiets, so Strobl. Zudem erfolgen geotechnische Untersuchungen zur Stausicherheit des Gewässers – diese Daten sind wichtig, sollte der Weiher später als Rückhaltebecken genutzt werden. Die gewonnen Erkenntnisse werden „mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt“, betonte Strobl. Mit beiden Behörden wird dann auch die weitere Vorgehensweise geklärt. Laut Rathauschef ist die notwendige Genehmigungsplanung für den Weiher-Ausbau bis Ende August 2018 vorgesehen. Erste Schätzungen der Baukosten gehen von rund 1,2 Millionen Euro an Investitionen aus. Zwei Jahre Bauzeit werden für den Beckenausbau angesetzt.

Wie berichtet, muss die Gemeinde Habach dringend ihren Hochwasserschutz auf Vordermann bringen. Das Dorf leidet unter seiner Lage in einer Mulde: Von den umliegenden Hängen droht bei Starkregen das Niederschlagswasser unkontrolliert just in die bebauten Flächen zu fließen. Für den Schutz liegt mittlerweile ein umfangreiches Konzept, ausgearbeitet vom Neusäßer Ingenieurbüro Steinbacher Consult auf dem Tisch. Rund 52 000 Euro waren fällig, allerdings gibt es 39 000 Euro an Zuschuss.

Neben dem Ausbau des Habacher Weiher umfassen die Vorschläge der Fachleute vor allem den Hochwasserschutz am Achgraben samt ökologischem Ausbau und einer Fischtreppe. Geschätzte Kosten: 400 000 Euro. 75 Prozent der förderfähigen Kosten könnten bezuschusst werden. Das Vorhaben ist für 2018 angesetzt. Weitere Projekt stehen bislang nur auf dem Papier: diverse Flutgräben an den Ortsrändern sowie der Schutz von Einzelobjekten, gerade in Dürnhausen. Setzt Habach alles um, rechnet Michael Strobl mit Gesamtkosten von mehr als fünf Millionen Euro.

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