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Augustiner baut in Habach - auf dem Bild ist ein Schankkellner im Augustiner-Zelt auf dem Oktoberfest zu sehen.

„Grundsätzlich wollen wir solche Firmen bei uns nicht haben“

Augustiner-Bräu baut Logistikhalle in Habach - und im dortigen Wirtshaus gibt‘s prompt nur noch Gustl

Die Augustiner-Bräu Wagner KG hat ein Grundstück im Habacher Gewerbegebiet gekauft. Dort soll eine Logistikhalle entstehen. Das örtliche Wirtshaus schenkt prompt nur noch Augustiner aus.

Habach – Einem entsprechenden Bauantrag stimmte der Habacher Gemeinderat zu. Baubeginn für dieses Auslieferungslager soll laut Bürgermeister Michael Strobl voraussichtlich im Frühling sein. „Grundsätzlich wollen wir solche Firmen bei uns nicht haben“, betonte Strobl.

Sie brächten nur wenige Arbeitsplätze für die Region. Allerdings habe sich seine Gemeinde im Vorfeld genau über die traditionsreiche Münchner Brauerei informiert und herausgefunden, dass die Ansiedelung der Brauerei für Habach viel Gewerbesteuer mit sich bringe. „Es ist ein sehr gesunder Betrieb“, so Strobl. Er rechnet mit rund 200.000 Euro an Gewerbesteuer pro Jahr, die voraussichtlich ab 2020 fließen werden.

Aktuell seien im Habacher Gewerbegebiet zwölf Betriebe ansässig oder befänden sich im Bau. Viele seien ortsansässige Firmen. Aber auch die Firma KTM aus München oder ein Feinmechaniker-Betrieb aus Seehausen haben sich auf dem insgesamt rund sieben Hektar großen Areal angesiedelt.

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Damit sei das vor rund acht Jahren ausgewiesene Gewerbegebiet „„eigentlich voll“ so Strobl. Es gäbe aber noch eine freie Fläche von rund 20.000 Quadratmetern. „Da ist noch nichts vertraglich festgelegt.“ Möglicherweise werde die Deutsche Post auf einem etwa 8000 Quadratmeter großen Teilbereich ein Auslieferungslager für die Region errichten.

Diesbezüglich liefen Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der Gemeinde. Was mit den restlichen 12.000 Quadratmetern passiere? Auch darüber führe die Gemeinde derzeit Gespräche, so Strobl, wollte aber nicht konkreter werden.

Anders als andere Gemeinden, die ihr Gewerbegebiet bereits nach wenigen Jahren erweitern möchten – etwa die Gemeinde Benediktbeuern – gäbe es solche Überlegungen in Habach derzeit nicht. „Die Fläche reicht“, findet Strobl.

Übrigens: Künftig soll laut Strobl nicht mehr die Paulaner-Brauerei das Habacher „Eichbichl-Stüberl“ beliefern, sondern Augustiner-Bräu. Der neue Wirt des Lokals, Sebastian Degenhardt bestätigte auf Nachfrage, dass er pünktlich zur geplanten Wiedereröffnung an Ostern die Brauerei gewechselt habe. „Augustiner ist ein gutes und angesagtes Bier“, begründete der neue Pächter den Bierwechsel. Und da die Brauerei nun in Habach vor Ort sei, biete sich eine Partnerschaft an. Außerdem habe sich die Brauerei im Stüberl „mit eingebracht“. Näher wollte Degenhardt im Gespräch mit der Heimatzeitung darauf nicht eingehen. Er betonte, dass seine Wirtschaft auch in Zukunft nicht an eine Brauerei gebunden sei. „Das ,Eichbichl-Stüberl‘ war nie an eine Brauerei gebunden und wird es auch nie sein.“

Von Franziska Seliger

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