Gewerbegebiet „Mühltal“

Habach bleibt bei Bepflanzung hart

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Der Habacher Gemeinderat macht im Gewerbegebiet den Weg für eine weitere Firma frei. Bei einem anderen Antrag sagt das Gremium allerdings „Nein“.

Habach Das neue Habacher Gewerbegebiet „Mühltal“ bekommt Zuwachs: Der Gemeinderat stimmte dem Neubau einer Halle mit Werkstatt und Verkaufsräumen zu. Der Beschluss fiel einstimmig. Ein weiterer Bauantrag fiel dagegen durch.

In Habach ansiedeln möchte sich laut Bürgermeister Michael Strobl ein Münchener Motorrad-Vertragshändler. Geplant ist eine rund 35 auf 17 Meter große Halle, versehen mit einem Pultdach. Die Dachkonstruktion wurde bewusst gewählt, um die Fläche optimal für eine Photovoltaik-Anlage ausnutzen zu können, hieß es. Ebenfalls geplant ist eine Unterkellerung für eine Tiefgarage. Ein außerdem angedachtes Werbebanner in Richtung B 472 muss vom Landratsamt geprüft werden, weil es laut Vorgaben nicht den Verkehr auf der benachbarten Bundesstraße gefährden darf.

Ebenfalls keine Probleme hatten die Räte mit dem Ansinnen eines Landschaftsbaubetriebs: Dessen Antrag auf Überdachung von zwei Materialschütten ging einstimmig durch. Keine Zustimmung fand dagegen der Antrag eines Garten- und Landschaftsbauers. Dieser wollte auf rund 16 Quadratmetern Fläche Materialcontainer auf einem Grünstreifen entlang der Grundstückgrenze aufstellen. Doch das Vorhaben just an diesem Standort widersprach dem Grünordnungsplan des Gewerbegebiets. Dieser sieht an den Grundstücksgrenzen mindestens 2,5 Meter Grünstreifen vor, die nicht bebaut werden dürfen. Bürgermeister Strobl befürchtete einen Präzedenzfall: „Wir müssen eine klare Linie fahren.“ Der Gemeinderat solle deshalb kein entsprechendes Signal nach außen geben, lautete der Tenor im Gremium, das den Antrag einstimmig ablehnte.

Die Grün-Regelung hatten die Habacher extra in den Bebauungsplan für das Mühltal aufgenommen: Die Begrünung der einzelnen Parzellenränder dient dem Ökokonto der Kommune. Die Gemeinde sparte sich laut Strobl deshalb bei der Ausweisung des Gewerbegebiets die eigentlich erforderlichen Ausgleichsflächen.

Rubriklistenbild: © Penzberger Merkur/Andreas Baar

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