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Platz für Wohnbebauung: Auf dieser Wiese am Steinbruchweg entsteht das neue Dürnhausener Baugebiet.  

Habach will wachsen

Neues Wohnen mit Bergblick

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Die Gemeinde Habach will weiter wachsen: Jetzt wird das Einheimischenmodell in Dürnhausen angegangen. Klappt alles mit den Plänen, kann heuer die Erschließung starten. Ein anderes Baugebiet ist dagegen vorerst vom Tisch.

Habach – 1239 Einwohner zählt die Gemeinde Habach zum Jahresende 2017. Doch es werden bald sicher mehr sein. Dafür sorgt allein schon das neue Baugebiet in Dürnhausen. Am Steinbruchweg entsteht ein Einheimischenmodell – so dürfen Kommunen nach dem EU-Gerichtsurteil ihre Bauplatzvergabe bevorzugt an heimische Interessenten wieder offiziell nennen. In Habach biegt die Planung dafür auf die Zielgerade ein.

Fünf Bauplätze in Hanglage mit Bergblick sind vorgesehen – macht zusammen zwölf mögliche Wohneinheiten. Auf einem Areal, das als Dorfgebiet und nicht als reines Wohngebiet deklariert wird – was als ein Vorteil vor allem die existierenden Landwirtschaften und Betriebe in dem Ortsteil nicht beeinträchtigen würde. Der Flächennutzungsplan sei „fast durch“, verkündete Rathauschef Michael Strobl bei der Bürgerversammlung zufrieden.

Auch der nötige Bebauungsplan kann bald in das öffentliche Behördenverfahren gehen. Lediglich die Verbesserung der Ausfahrt vom Steinbruchweg zur Frauenrainer Straße muss geklärt werden und es braucht noch einen städtebaulichen Vertrag über die Ausgleichsflächen, erklärte der Bürgermeister. Als nächste Schritte skizzierte er weitere Planungen für Wasser und Abwasser sowie die Straßenverbreiterung am Steinbruchweg, das Ausarbeiten der Verträge zum Einheimischenmodell und den Beschluss einer Erschließungs- oder Straßenausbausatzung. Wobei Letztere überhaupt nicht sicher ist, weil die Zukunft der ungeliebten Strabs politisch in den Sternen steht.

Für das Baugebiet greift die Gemeinde tief in die Tasche. Allein 660 000 Euro an Investitionen sieht der unlängst verabschiedete Haushalt heuer unter dem Posten „Wohnungsbau“ vor, für 2019 plant VG-Kämmerer Josef Kinshofer mit weiteren 500 000 Euro. Rathauschef Strobl möchte heuer zumindest die Ausschreibungen für die Erschließung des Areals an die Firmen herausschicken. „Vielleicht 2018“ könnten die Arbeiten beginnen, Strobl denkt an den Herbst. Allerdings finden Kommunen derzeit wegen des Baubooms schwer Firmen. Im Gemeinderat wurde jetzt immerhin ein erster Schritt getan: Einstimmig vergab das Gremium den Ingenieurvertrag zur Erschließung des Baugebiets an das Tutzinger Büro „Osterrieder“. Dessen Angebot lag bei rund 31 300 Euro.

Während es am Steinbruchweg bald losgeht, ist ein anderes Baugebiet vorerst vom Tisch: Im Februar entschied sich der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung dafür, ein ebenfalls angedachtes Einheimischenmodell am Schulweg zu stoppen. „Das ist auf Eis gelegt“, sagt der Bürgermeister, „und wird zum jetzigen Stand nicht weiterverfolgt.“ Er begründet es damit, dass nicht alle Grundstückseigentümer bei dem Vorhaben mitmachen wollen.

Der Bürgermeister möchte trotzdem beim Wohnraum Gas geben. „Ich möchte das schon richtig aufleben lassen“, erklärte Michael Strobl bei der Bürgerversammlung. „Aber erst mal müssen wir Flächen haben.“ Das könnte in Erfüllung gehen: Laut Strobl hat die Gemeinde ein weiteres Areal im Dorfgebiet von Habach im Auge. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Grundbesitzer. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet bereits als Bauland ausgewiesen. Laut Bürgermeister könnte es in frühestens vier Jahren bebaut werden.

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