Habach

Verdienter Applaus für Johnny Cash

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„Johnny Beat“ und „Roadshot“ luden in den „Trödler“ nach Habach zum rockigen Jahresauftakt. Wir waren dabei und haben genau hingehört.

Habach - Etwas Besseres als die Band „Roadshot“ hatte dem Publikum im „Trödler“ gar nicht passieren können. Denn das Duo aus Augsburg legte als Vorgruppe mit seinem fetzigen Rockabilly-Sound die Latte hoch. Vom ersten Song weg hatte „Roadshot“ die über 100 Besucher auf „Betriebstemperatur“ gebracht. Das mit Temperatur ist durchaus wörtlich zu nehmen, an die 30 Grad Celsius dürften es im Saal schon gewesen sein. Angesichts des starken Starts war klar, dass „Johnny Beat“ schon alles geben mussten, um da nicht hinten runterzufallen. Und das Quintett löste die Aufgabe formidabel.

Ohne großes Einmarsch-Geute ging‘s gleich voll zur Sache, mit ordentliche Tempo und satter Lautstärke. „Johnny Beat“ verpacken Songs der Country-Legende Johnny Cash (2003 gestorben) in ein rockig-punkiges Gewand. Dass das live funktioniert, haben die fünf Musiker in der Region schon des Öfteren bewiesen. Im „Trödler“ spielte die Truppe auch vor zahlreichen „alten“ Fans. Die Interpretationen der Cash-Songs sind interessant, vom Sound her pendelten „Jonny Beat“ am Freitagabend in einem Dreieck aus „Ten Years After“, den „Black Crowes“ (in der Marc-Ford-Leadgitarrist-Ära) und „Pride and Glory“ - Rock‘n‘Roll at its best also. Technisch verstehen Lead-Gitarrist Michael Herkner, Sänger Andreas Sedlmeir, sowie Tobias Wild (Gitarre), Roman Weckerle (Schlagzeug) und Quirin Weckerle (Bass) ihr Handwerk und zeigten das vor vollem Saal auch.

Der Aufbau der Show mit etwas ruhigerem Mittelteil war stimmig. Am stärksten sind „Johnny Beat“ dann, wenn sie richtig satt und wuchtig rocken - so bei „Ain‘t no grave“ und bei „Personal Jesus“. Beeindruckend auch die (Rock-)Version von „Hurt“; der Song stammt eigentlich von den Industrial-Rockern „Nine Inch Nails“, wurde aber durch Cash im Jahr 2002 erst richtig groß. Kein Cash-Konzert ohne „Ring of Fire“. Das Problem, diesen Über-Song schadlos über die Bühne zu bringen, lösten „Johnny Beat“ elegant: mit einer feinen Akustik-Version, während der Sänger Sedlmeir dem stimmgewaltigen Publikum den Großteil des Gesangs überließ. Bei den Zugaben gab die Band noch einmal richtig Gas - den satten Applaus hatten sich die Fünf wahrlich verdient.

Rubriklistenbild: © Privat

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