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Platz für Toiletten: Die WC-Container werden an der Südseite der Schule, beim Haupteingang, aufgestellt. Der Osttrakt daneben (rechts) wird abgerissen.

Der Zeitplan ist eng getaktet 

Schulhaus-Erweiterung in Habach: Abriss des alten Trakts in den Osterferien

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Die Arbeiten am alten Osttrakt sind vergeben. Spätestens im März sollen Toiletten-Container aufgestellt werden, weil die Schultoiletten ausfallen. Die Kosten liegen bei 614.000 Euro. Allerdings kann Habach mit einer Finanzspritze von insgesamt 270.000 Euro rechnen.

Habach – Der Habacher Gemeinderat hat einen weiteren Schritt zur Erweiterung der örtlichen Grundschule getan: Die Abrissarbeiten für den Osttrakt des Gebäudes wurden nun vergeben. Den Auftrag angelte sich eine Dürnhausener Erdbaufirma, der Beschluss fiel einstimmig. Der Betrieb hatte mit rund 16.800 Euro das wirtschaftlich günstigste von drei vorliegenden Angeboten eingereicht. Der Abriss soll in den Osterferien erfolgen, wie Bürgermeister Michael Strobl gegenüber der Heimatzeitung erklärte. Danach wird umgehend mit dem neuen Querbau gestartet, der anstelle des bisherigen Trakts hochgezogen wird.

Wie berichtet, ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Flachdach vorgesehen. Es soll später ein großes, teilbares Klassenzimmer sowie die Sanitäreinrichtungen samt einer behindertengerechten Toilette beherbergen. Die Gesamtkosten werden mit knapp über 614.000 Euro angegeben. Allerdings kann Habach mit einer Finanzspritze von insgesamt 270.000 Euro rechnen. Den entsprechenden Bescheid verschickte die Regierung von Oberbayern im Dezember vergangenen Jahres. Ebenfalls zum Jahresende hatte der Gemeinderat – mit der offiziellen Erlaubnis zum frühzeitigen Baubeginn, dank der die Zuschüsse nicht gefährdet sind – die ersten Arbeiten vergeben: die Baumeisterarbeiten für rund 94 000 Euro an eine Tautinger Firma sowie Sanitär- und Lüftung für rund 39.000 Euro an eine Bichler Firma.

Mit dem Bau will die Gemeinde die Raumnot in der Schule, die zum Schulverband Iffeldorf gehört, beheben. Auch wenn derzeit die Schülerzahlen leicht rückläufig sind. Derzeit werden 90 der 230 Schüler der Grundschule Iffeldorf in Habach unterrichtet. „Die Räume werden dringend gebraucht“, machte Strobl dennoch deutlich, dass es die Erweiterung für eine angemessene Betreuung des Nachwuchses benötigt – auch weil künftig mit neuen Baugebieten und Asylbewerbern die Bevölkerungszahlen in den Schulverbands-Gemeinden weiter ansteige.

Der Zeitplan ist eng getaktet: Zum Herbst soll der Querbau fertig seien. Für die Zeit der Arbeiten muss allerdings eine alternative Sanitär-Lösung her, weil mit dem Altbau auch die Schultoiletten wegfallen. Deshalb werden spätestens zum 1. März WC-Container aufgestellt, wie Strobl in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab. Die Module stehen im Pausenhof beim Haupteingang. Zugleich hatten sich die Beteiligten darauf verständigt, beim Neubau lieber gleich einen vernünftigen Schallschutz in die Decke einzuarbeiten. Ebenfalls entschieden wurde, dass die Beleuchtung in den Klassenräumen „grundsätzlich in Standardversion“ ausgeführt wird, wie Strobl erklärte. Eine Entscheidung steht noch aus: Der Antrag auf das günstige 120.000-Euro-Darlehen bei der KfW-Bank für die neue Heizung und die energetische Sanierung wird laut Bürgermeister noch geprüft.

In der Gemeinderatssitzung wird über den aktuellen Sachstand zum Schulhausumbau informiert. Gegebenenfalls beschließen die Räte über die Vergabe weiterer Arbeiten.

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