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Der neue Firmensitz von Triga-S in Habach.

„Triga-S“ eröffnet neuen Firmensitz in Habach

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Im neuen Gewerbegebiet „Mühltal“ in Habach hat der nächste Betrieb seine Tätigkeit aufgenommen: die Firma „Triga-S“, die über 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit einem großen Fest feierte „Triga-S“, ein Dienstleiter für die Diagnostik-Industrie, die Eröffnung seines neu gebauten Firmensitzes. Der Stolz war der Firmenchefin und ihren Mitarbeitern deutlich anzusehen: Sabine Radiske, Inhaberin und Geschäftsführerin des Familienunternehmens mit über 60 Mitarbeitern, berichtete von „einer Erfolgsgeschichte made in Bayern, made in Habach“.

Das Unternehmen, das 1998 gegründet wurde, bietet klinische und technische Prüfungen an. Verteilt war der Betrieb bislang auf Standorte in Habach und in Penzberg. Ein Auftraggeber ist der Biotechnologie-Konzern Roche in Penzberg. Radiske würdigte bei der Feier denn auch die „langjährigen und hervorragenden Beziehungen“ zu diesem Kunden. „Triga-S“ hat sich im Habacher Gewerbegebiet seine Zentrale samt Labor und Büros gebaut – Spatenstich war im September vergangenen Jahres. Rund 4,5 Millionen Euro wurden investiert, wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Eröffnung lobend erwähnte. Dieser Mut zum Investieren, verbunden mit einer Verantwortung als Familienunternehmen und mit Heimatverbundenheit, mache „das Herz des Mittelstands aus“, sagte er. Ganz wichtig laut Dobrindt: „Man muss auch die Bereitschaft haben, Risiko zu übernehmen.“

Lob für die Standortwahl kam von Landrätin Andrea Jochner-Weiß: „Die Leute müssen nicht nach München fahren.“ Und sie dachte natürlich „an hoffentlich bald sprudelnde Gewerbesteuer-Einnahmen“. Kein Wunder, dass Habachs Bürgermeister Michael Strobl mehr als zufrieden ist, dass sich der prosperierende Dienstleister hier niedergelassen hat. Das neue Gewerbegebiet werde durch derartige Ansiedlungen attraktiver, zeigte sich der Rathauschef überzeugt.

Wie Strobl der Heimatzeitung auf Nachfrage erklärte, sind mittlerweile acht Parzellen auf dem Areal verkauft. Die Gemeinde hatte 2011 begonnen, das insgesamt 14 Hektar große Gebiet zu erschließen. „Mühltal“ liegt logistisch günstig direkt an der B 472 und in Nähe zur A 95. Das wellige Gelände – früher war dort eine Motocrossstrecke – machte aufwendige Erdarbeiten notwendig. Die Grundstücke mussten angeglichen werden, es brauchte zudem Teiche als neue Heimat für besonders geschützte Tierarten. Circa sieben Hektar sind für die Bebauung gedacht. Die Kommune griff für die Erschließung des Gewerbegebiets tief in die Tasche: Rund 3,5 Millionen Euro wurden laut Strobl bisher investiert. Allein um die 1,5 Millionen Euro kostete die Herrichtung des einstigen Motocross-Geländes samt der nötigen Bodengutachten. Auch die Anbindung an die Bundesstraße finanzierte die Gemeinde selbst. Überhaupt war der jetzt erfolgte Ausbau der B 472 am Dürnhauser Berg mit seiner verlängerten Überholspur und den neuen Zu- und Abfahrten die Grundvoraussetzung für das Gewerbegebiet.

Laut Strobl hat sich der Kraftakt mehr als gelohnt. „Wir sind zufrieden mit der Entwicklung“, sagt er. Sieben Betriebe stehen schon. Die Branchen reichen von einem großen Feinmechaniker über Gartenbau, Zimmerer, Elektro, Erdbau bis zum Kommunaldienst. Allesamt aus der Region, wie der Rathauschef betont. „Wir wollen Firmen aus der Umgebung ansiedeln.“

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