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Zumindest die Abwehrarbeit war in Ordnung: Weilheims Frauen (in dunklen Trikots, hier Anna Strobl, li., und Marina Wichtl) ließen zwar nur 16 Treffer des Gegners zu, allerdings gelangen ihnen selbst auch nur 14.

Handball: Bezirksoberliga

Weilheim verballert alle vier Siebenmeter

Die HSG Isar-Loisach war bis jetzt ein Angstgegner für Weilheims Handballerinnen. Und sie bleibt es weiterhin.

Weilheim – Keinen einzigen von vier Siebenmetern verwandelt und bei sechs von sechs Strafwürfen für den Gegner einen Treffer kassiert: Die Heimniederlage der Handballerinnen des TSV Weilheim gegen den Angstgegner, die HSG Isar-Loisach, wäre damit schnell erklärt. Das 14:16 (6:7) gegen den Vorletzten der Bezirksoberliga war aber auf mehr zurückzuführen als auf die verkorkste Siebenmeter-Bilanz. „Wir haben einfach zu viele Chancen ausgelassen und damit den Gegner im Spiel gehalten“, ärgerte sich Weilheims Betreuer Sepp Großmüller. Mit dieser unnötigen und vermeidbaren Niederlage haben die TSV-Frauen mit großer Wahrscheinlichkeit den dritten Platz verspielt und gleichzeitig der HSG die Chance auf den Klassenerhalt gelassen.

In der ersten Hälfte boten beide Teams nur Magerkost. Zahlreiche Fehler sorgten für eine minimalistische Torquote. Die Partie lebte letztlich von der Spannung, da sich bei mehreren Führungswechseln keiner der Kontrahenten einen deutlichen Vorsprung herausspielte.

Auch in der zweiten Hälfte haderten die Weilheimerinnen mit ihrem bescheidenen Torabschluss. „Wir haben es versäumt, uns mit Torerfolgen Sicherheit zu holen“, urteilte Großmüller. Ihren Anteil daran hatte auch die starke HSG-Torfrau, die den Gastgeberinnen mit guten Paraden den Schneid abkaufte. Da aber auch die TSV-Abwehr gut stand und den Gästen nicht wirklich viel einfiel, blieb die Partie umkämpft. Nach dem 8:8 (38.) erarbeitete sich die HSG aber einen kleinen Vorteil, weil Annika König und Marina Wichtl kurz hintereinander einen Siebenmeter vergaben. Obendrein verstanden es die Weilheimerinnen nicht, aus einer Überzahlsituation Kapital zu schlagen. Die Gäste verwerteten ihre Strafwürfe hingegen eiskalt. Die Folge war ein 10:13-Rückstand des TSV (50.). Die Bemühungen der Weilheimerinnen, die Partie noch zu drehen, waren zwar da, sie brachten aber nur wenig ein. Als sich Marina Wichtl beim Stand von 12:15 (56.) nach einem Foul auch noch die rote Karte abholte, war die Partie gelaufen.    Roland Halmel

Spielerinnen und Tore:

Annika König (6), Sarah Mannefeld (3), Anna Strobl (3), Katrin Wichtl (2), Veronika Melypataki, Marina Wichtl, Sabrina Pudil, Sabrina Gerold; Tor: Marlene Zwiekopf, Veronika Mahler.

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