Gegen 18 Uhr hob die letzte Rakete ab

Haid - 25 Raketeure und rund 200 Zuschauer kamen am Samstag zum letzten Hans-Held-Gedächtnisfliegen. Damit endet nach 45 Jahren die Tradition des Raketenfliegens in Haid.

Rund 200 Besucher waren am Samstag auf die Wiese am Haider Rosenhof gekommen, wo zum Abschied noch einmal besonders viel geboten war. Sie konnten nicht nur über 100 erfolgreiche Raketenflüge verfolgen, sondern auch einige Abstürze und zwei Explosionen, die - dank Sicherheitsabstand zu den Zuschauern - ohne externe Schäden vonstatten gingen.

Mit dem Gedächtnisfliegen endete auch die Ära des legendären „Held 1000“, den Hans Held vor 85 Jahren entwickelte. Ein Teilnehmer hatte noch einen der Motoren, die nicht mehr hergestellt werden - für einen letzten Flug eines ebenfalls von Held gebauten Raketengleiters.

Der bayerische Luftsportverband dankte Erika Held, die seit 2001 das Hans-Held-Gedächtnisfliegen organisierte, für ihre Verdiensten um dem Raketenmodellsport mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verbands. Der stellvertretende Vorsitzende Hans Aschenbrenner überbrachte ihr die Ehrung.

Herbert Gründler von der Raketen-Modellsport-Gruppe RAMOG sagte, dass es weitere Raketenfliegen in dieser Art geben wird. Das nächste ist für 2015 in der Nähe von Augsburg geplant.

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