Friedliche Aura: Hans Soellner bei seinem Solo-Auftritt in der Weilheimer Stadthalle.
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Friedliche Aura: Hans Soellner bei seinem Solo-Auftritt in der Weilheimer Stadthalle.

Hans Söllner in Weilheim - fast großväterlich

Weilheim - Vor 900 Zuschauern gab Hans Söllner ein Konzert in der Weilheimer Stadthalle. So wars:

Ein richtig gutes Konzert wurde es vergangenen Montagabend in der randvollen Stadthalle - nachdem Hans Söllners übliches Anfangsgerotze, das sinnlose Drauflosschimpfen samt Abdriften ins Vulgäre, erst einmal überstanden war.

Kaum zehn Minuten Tirade, schon gab es das erste Lied. Söllner trat allein auf weiter Bühne auf und wunderte sich am Ende öffentlich, dass der Saal mit gut 900 Fans aus weitem Umkreis praktisch ausverkauft war: „Ich hab’ nicht damit gerechnet, dass in dera Gegend so viele überlebt haben.“

Die Überlebenden freilich, lang- und kurzhaarige Menschen quer durch die Generationen, ließen sich eher müde im Sitzen berieseln - oder genossen still. Der Beifall war meist mau, nur bei der Hit-Zugabe über eine Hobbygärtnerin mit Namen „Edeltraud“, die angeblich so gutes Gras anbaut, riss es sie kurzzeitig zum Mitsingen hin und sogar von den Sitzen.

Dem Reichenhaller ist zur Zeit geradezu friedlich zumute. Mit Humor, nicht mit Krach und Gewalt gelte es die Staatsgewalt zu unterwandern; seine Fans sollten die Polizei kreativ „beschäftigen“, appelliert Söllner immer wieder. Von der Kneipe neben dem Rathaus, die sie in Weilheim schließen wollen, hat er übrigens auch gehört: „Jetzt wollen’s da Klos reinbauen, die Stadträte - ja haben die keinen Wald?“.

Magnus Reitinger

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