Auf die Tasten hauten die Kinder der „drums & more“-Gruppe, die den Festakt in der Hardtschul-Aula musikalisch gestalteten – am Ende präsentieren sie sogar einen eigenen „Hardtschulsong“. Foto: Gronau

Die Hardtschule: Ein Kind der 70er wird 40 Jahre alt

Weilheim - Viel Aufbruchstimmung wehte durch die Gänge der Hardtschule Weilheim, als sie 1973 eröffnete.

Eine Lehrerin der ersten Stunde war Monika von Hayek, heute 67. Sie unterrichtete ab 1973 an der Hardtschule und erinnerte sich gestern an diese Zeit zurück: „Es war sehr arbeitsintensiv, aber es gab auch eine unglaubliche Aufbruchstimmung“, sagte sie nach dem offiziellen Festakt gegenüber der Heimatzeitung.

Christian Buck - Kolumnist, Schriftsteller und erster Rektor der Hardtschule - sprühte damals vor Ideen und war Vorreiter für neuartige, pädagogische Konzepte. Beispielsweise ließ er im Obergeschoss faltbare Wände einbauen. Auf diese Weise war Großraumunterricht möglich: Ein Lehrer unterrichtete sämtliche Dritt- und Viertklässler per Mikrofon, die anderen Lehrer halfen Einzelnen. Auch für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche entwickelte Christian Buck ein innovatives Konzept.

Bürgermeister Markus Loth erinnerte sich in seinem Grußwort ebenfalls an die Anfangsjahre zurück - er besuchte die Hardtschule ab 1974. „Das Flachdach war von Anfang an undicht, daran kann ich mich noch erinnern“, sagte er, übrige Ehemaligen lachten zustimmend.

Schluss mit undichten Dächern ist seit 2010, als „erste Zipperlein“ der auf die 40 zusteuernden Schule beseitigt wurden, wie Schulamts-Vertreterin Ingrid Hartmann-Kugelmann es formulierte. Die Schule wurde energetisch saniert, die Außenfassade komplett umgestaltet. Rektor Remig Ulrich betonte in seiner Rede, wie wichtig es dabei gewesen sei, das ursprüngliche Raumkonzept beizubehalten: „Die Aula als Herz und kommunikatives Zentrum ist erhalten geblieben. Und vielleicht ist das verantwortlich für das Gefühl, das viele in unserer Schule haben: Das Gefühl, sofort in der Mitte angekommen zu sein.“

Zum krönenden Abschluss stellten die Kinder klatschend und trampelnd einen eigens komponierten „Hardtschulsong“ vor. Anschließend konnten die Besucher noch Faltwände betrachten, die die Kinder in den vergangenen Wochen gestaltet hatten: Sie stellen darauf Moden und Ereignisse von den Siebzigern bis heute dar. Die Besucher erfuhren so, dass die Abc-Schützen von 1973 wahrscheinlich „Rappelkiste“ schauten und in einem Opel Kadett zur Schule gebracht wurden.

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