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Hier muss kräftig investiert werden: Die Ortsdurchfahrt wird die Gemeinde Peißenberg in den kommenden Jahren viel Geld kosten.

Haushaltsvorbereitung

Peißenberg muss 12 Millionen Euro aufnehmen

Peißenberg - Der Peißenberger Gemeinderat verabschiedet heute den Haushalt. Ab 2016 muss der Markt über 12 Millionen Euro an Krediten aufnehmen.

 2015 wird für die Marktgemeinde Peißenberg noch einmal ein Haushaltsjahr zum Durchschnaufen. Der Etat, den Kämmerer Reinhold Walter im Haupt- und Finanzausschuss präsentierte, kommt ohne Neuverschuldung aus. Allerdings ist die „Nullrunde“ bei den Krediten nicht mehr als die Ruhe vor dem Sturm: Zwischen 2016 und 2018 wird die Kommune wohl zusätzliches Fremdkapital in Höhe von rund 12,2 Millionen Euro benötigen, um ihr prall gefülltes Investitionsprogramm, das unter anderem Bürgerhaus und Ortsdurchfahrt umfasst, zu finanzieren. „Wir werden gewaltige Summen brauchen“, verwies Walter mit eindringlichen Worten auf die Finanzplanung, die bis ins Jahr 2019 ein Investitionsvolumen von knapp 30 Millionen Euro vorsieht.

Damit aber erzählte der Finanzchef, der sich bald in den Ruhestand verabschieden wird, nichts Neues. Schon in den vergangenen Jahren hatte Walter in seinen Haushaltsreden immer wieder vor einem überbordenden Schuldendienst gewarnt, der den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde einschränken könnte. Und auch sonst glichen die Ausführungen den Etatberichten vergangener Jahre: Die „Hauptschwäche“, wie es Walter formulierte, ist nach wie vor die schwache Steuerkraft der Gemeinde. Sie erreicht lediglich ein Niveau von circa 50 Prozent im Vergleich zu anderen Gemeinden mit ähnlicher Größenordnung. Ohne staatliche Schlüsselzuweisungen ginge in Peißenberg gar nichts, ein ausgeglichener Haushalt wäre praktisch nicht möglich.

 Verabschiedet wird der Haushalt in der Gemeinderatssitzung am heutigen Donnerstag.

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