Gut beschirmt: Haarkleid, Gliedmaßen und das allgemeine Erscheinungsbild der Hovawarthunde begutachteten die Zuchtrichterinnen auf dem Sportplatz Hohenpeißenberg. gro

„Hier geht es um Schönheit“

Hohenpeißenberg - Über 70 Tiere wurden bei der Zuchtschau für Hovawarthunde auf dem Sportplatz in Hohenpeißenberg bewertet. Nur die schönsten wurden belohnt.

37 Rüden und 36 Hündinnen kamen mit ihren Besitzern am Sonntag zur zweiten Zuchtschau für Hovawarthunde nach Hohenpeißenberg. Die Hundeliebhaber reisten bis aus Österreich, Baden-Württemberg, dem Bayerischen Wald oder auch aus Sachsen an. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Thomas Dorsch übernommen.

„Wir haben uns wirklich schöneres Wetter verdient“, meinte Ausstellungleiterin Annemarie Schröder angesichts des Dauerregens. Doch auf dem weitläufigen Sportplatzgelände schien das die wenigsten zu stören - auch wenn der teilweise starke Wind die aufgestellten Schirme und provisorische Pavillons verwehte. Herrchen oder Frauchen waren wetterfest, mit Schirm, Gummistiefeln und Hut führten sie ihre Lieblinge über den Platz.

Bewertet wurden von den Zuchtrichterinnen Gabi Stastny und Beatrice Holder Gangwerk, Haarkleid, Gliedmaßen und das allgemeine Erscheinungsbild. „Hier geht es um Schönheit“, so Schröder, die mit ihrem sechsjährigen, schwarz-marken-farbenen Hund „Doosie vom bairischen Blues“ an der Ausstellung teilnahm. Seit über 40 Jahren züchtet sie Hovawarth-Hunde. „Die Rasse ist sehr eigenwillig und intelligent. Dieser Hund will immer geistig beschäftigt werden“, erklärt die erfahrene Züchterin.

Noch nicht so erfahren sind Melanie und Christof Keppler aus dem Landkreis Rosenheim. Sie kamen mit ihren Kindern Anna (7) und Philipp (9) nach Hohenpeißenberg - und mit dem sieben Monate alten Rüden „Djuke“, der geduldig auf seinen Einsatz wartete. „Wir sind hauptsächlich gekommen, um andere Hunde zu sehen“, so die Hundeliebhaber.

Bis aus Leipzig angereist waren Matthias und Elke Bohl, die das ganze Wochenende in Hohenpeißenberg blieben. Es war bereits die 41. Ausstellung, die sie mit „Ares vom Unstruttal“ besuchten: „Wir haben uns mit einem Zelt, Decken, und wetterfester Kleidung eingedeckt und können so auch das Regenwetter genießen“. Wem es zu kalt wurde, konnte sich im Vereinsheim bei Kaffee wieder aufwärmen und später bei Grillspezialisten stärken.

Die Vorbereitungen für die Ausstellung dauerten rund vier Wochen. Mit ihren Kolleginnen Geli Jell und Nicole Reichert - der ausrichtende Verein hat rund 3000 Mitglieder bundesweit - kümmerte sich Annemarie Schröder um den reibungslosen Ablauf. Auch freute sie sich, dass der Sportverein das Gelände zur Verfügung gestellt hatte.

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