Faschings-Gaudi macht auch vor Loth nicht Halt

Weilheim - Hoch her ging es in der Weilheimer Stadthalle am Samstagabend bei der „2. Fastnacht im Pfaffenwinkel". Zu der Prunksitzung eingeladen hatte der Hohenfurcher Faschingsclub.

Rund 600 Besucher jubelten den Garden aus Hohenfurch, Peißenberg, Schongau und Schwabsoien, die in bunten Kostümen über die Bühne wirbelten, zu - begleitet von den Schlachtrufen „Lechau“, „Schönau“ und „Glück Auf“. Besonders bezaubernd war die Hohenfurcher Mini-Garde, die heuer erstmals einen tollen Tanz aufs Parkett legte. Doch was wären die Garden ohne ihre Prinzenpaare? Sie eröffneten die gut dreistündige Prunksitzung mit einem Walzer, musikalisch begleitet von der Big-Band-Schongau, die den ganzen Abend für beste Unterhaltung und für Tanzlaune sorgte.

Nicht nur gemütlich hatte es die politische Prominenz an diesem Abend. Sie wurden von den Fasching-Spaßvögeln veralbert, was das Zeug hielt. Alexander Dobrindt bekam „alle Getränke frei. Dafür kriegt Hohenfurch das schnellste Internet“. Dem Landtagsabgeordneten Harald Kühn wurde geraten, wenn er sich maskieren müsse, dann als Renate Dodell. Für jeden Schmarrn zu haben war auch Oberhausens Urgestein Max Bierling, der mit seiner Gitarre die Besucher zum Mitsingen animierte.

2. Fastnacht im Pfaffenwinkel: Bilder aus der Weilheimer Stadthalle

2. Fastnacht im Pfaffenwinkel: Bilder aus der Weilheimer Stadthalle

Werner Schleich hatte hingegen bei seinem Puppenspiel alle Fäden und seine Puppe (Wolfgang Kosian) in der Hand. Doch auch Puppen haben ein Eigenleben, und so holte sich diese prompt Brigitte Loth auf die Bühne zu einem gewagten Tänzchen. Die Weilheimer Bürgermeister-Gattin nahm es gelassen und lachte.

Für das ein oder andere Grinsen sorgte noch ein anderer Auftritt: Direkt aus Monaco kamen die „Geißens“, die mit ihrem Heli auf Loths „Schrottkarre“ landeten und eifrig Geld an die armen Politiker verteilten. Auch vor dem Elferrat hatten sie keinen Respekt, nannten ihn „Augsburger Puppenkiste“.

Der Spaß nahm kein Ende: Silvi scharfzahnig (Silvia Huber), Friseurin aus Leidenschaft, machte mit spitzer Zunge und Dreiwettertaft vor den „Großen“ keinen Halt. „Vielleicht liegt’s an der Brille, dass Herr Dobrindt so abgenommen hat.“ Begeisterte Zurufe gab es auch für die Hofnarren aus Schongau, die akrobatische Clownerien zeigten. Ganz wie in den Hochburgen im Rheinland sorgte Funkemariechen Aileen aus Mindelheim für Furore. Wo sind sie, da bleibt kein Auge trocken, kündigte Hofmarschall Mathias Strauß die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle an. Mit lockeren Sprüchen sorgten sie auch zu später Stunde noch für jede Menge Gaudi.

Inge Beutler

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