Herbstnebel am Horizont: Vom Hohen Peißenberg aus boten sich schöne Aussichten.
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Herbstnebel am Horizont: Vom Hohen Peißenberg aus boten sich schöne Aussichten.

Daten des Deutschen Wetterdienstes

Rückblick vom Hohen Peißenberg: Der September brachte die ersten Schneeflocken

Der erste Herbstmonat bestand nicht nur aus Herbstwetter. Einerseits wollte der Sommer nicht loslassen, andererseits sandte auch schon der Winter seine Vorboten, wie Wetterbeobachter Siegmar Lorenz in seinem Rückblick auf den September berichtet.

Hohenpeißenberg – Bis zum 5. September war es leicht unbeständig mit Niederschlägen und Temperaturen von über 20 Grad (immer Celsius). Vom 5. zum 6. September gab es einen Temperatursturz, verbunden mit länger anhaltenden Regenfällen. Danach setzte sich von Südwesten Hochdruckeinfluss durch, welcher den Spätsommer brachte.

In der zweiten Dekade hielt der Sommer wieder Einzug. Daher gab es vom 7. bis 21. September auf dem Hohen Peißenberg eine längere Trockenperiode ohne messbare Niederschläge. Die Sonne schaffte es an einzelnen Tagen über zwölf Stunden zu scheinen. Zur Dekadenmitte verlagerte sich das Hoch ostwärts und brachte subtropische Warmluft.

Auf dem Hohen Peißenberg gab es am 15. September sogar nochmal einen Sommertag, an dem die Temperatur bis auf 25,3 Grad Celsius anstieg. Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang stellte sich die Wetterlage um. Die spätsommerlichen und trockenen Tage wurden am 22. September zunächst durch ein Hagelgewitter beendet – ein atlantisches Tief hatte das Hoch weit nach Osten gedrängt. Weitere Tiefausläufer folgten, hinter denen grönländische Polarluft einfloss.

Auf dem Hohen Peißenberg gab es bereits erste Schneeflocken

Auf dem Hohen Peißenberg wurden am 25. und 26 September die ersten Schneeflocken der Saison gesichtet. Der Blick nach Süden zeigte am 27. September eine Winterlandschaft mit Schnee satt. Der Winter hatte die Alpen erobert, oberhalb von 1100 Metern fielen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee.

Ein Blick in unser Archiv zeigt, dass die Schneedecke auf dem Hohen Peißenberg am 25. September im Jahr 2002 kurz 17 Zentimeter hoch war. Der Monat endete mit zwei sonnigen Tagen am 27. und 30. September, während sich die Sonne am 28. und 29. September überhaupt nicht zeigte und verbreitet Regen fiel. Insgesamt fiel der September mit einer Monatsmitteltemperatur von 13,7 Grad um 1,7 Grad zu warm aus. Inzwischen war es bereits der 16. Monat in Folge der zu warm war. Deutschlandweit am kältesten war es mit -2 Grad am 28. September in Messstetten (Zollernalbkreis).

Siegmar Lorenz, Wetterbeobachter im Observatorium auf dem Hohen Peißenberg

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