42-Jähriger muss nicht in die Psychiatrie

Hohenpeißenberg - Er hat sich vor Minderjährigen entblößt. Trotzdem muss ein 42-Jähriger weder in die Psychiatrie, noch wird er bestraft.

Ein 42-Jähriger, der sich in Hohenpeißenberg vor minderjährigen Mädchen entblößte, muss nicht in die geschlossene Psychiatrie. Das hat das Landgericht München II entschieden. Laut psychiatrischem Gutachter geht von dem schizophrenen Mann keine Gefahr für die Allgemeinheit aus, weil er krankheitseinsichtig ist und regelmäßig seine Medikamente nimmt. Eine Strafe bekommt er gleichwohl nicht, weil er zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig war.

Der berufslose 42-Jährige, der inzwischen im Ostallgäu wohnt, musste sich vor dem Landgericht einem Verfahren stellen, bei dem es um seine Unterbringung ging. Die Staatsanwaltschaft war von zwei Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern ausgegangen. Beim ersten Fall am 31. August und 1. September 2012 stand er nackt auf dem Balkon und winkte der elfjährigen Nachbarstochter im Haus nebenan. Er habe ihr Handküsse zugeworfen, ihr das Gesäß zugedreht und Onanierbewegungen vor ihren Augen gemacht. Beim zweiten Fall am 2. September 2012 urinierte er nahe zwei elfjährigen Mädchen gegen einen Baum. Erst habe er die Hose hinaufgezogen, dann wieder heruntergelassen, den Kindern sein erigiertes Glied gezeigt und mit den Zeigefingern darauf gedeutet. Die Mädchen rannten schockiert davon. gut

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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