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Pfarrer Dr. Robert Kröpfl mit dem Jubilar Günther Feistl. Hinten von links Pastoralreferent Klaus Tralmer, Rupert Weingartner vom Förderverein und Kirchenpfleger Thomas Dorsch. 

Ehrung für Günther Feistl

60 Jahre an der Orgel zur Ehre Gottes

Als in der Wallfahrtskirche am  Sonntag das Lied „Nun, danket alle Gott“ gesungen wurde, zog der Organist zur dritten Strophe mit dem Text „Lob, Ehr und Preis sei Gott…“ alle Register.  Die Rede ist von Günther Feistl, der dort seit 60 Jahren die Orgel spielt.

Hohenpeißenberg – „Nun, danket alle Gott“ ist für Feistl zum Lieblingslied geworden. Es spiegle auch seine Lebenseinstellung wider, bekannte der 73-Jährige, der in Hohenpeißenberg aufgewachsen ist und in Peiting wohnt. Dr. Robert Kröpfl, leitender Seelsorger im Pfarrverband Peiting/Hohenpeißenberg, setzte gleich nach der Predigt zur Würdigung des langjährigen Organisten an. Er überreichte eine Urkunde, die Kirchenmusikdirektor Gerald Fischer und Weihbischof Bernhard Haßlberger für die Erzdiözese München unterschrieben hatten. Bürgermeister Thomas Dorsch und Rupert Weingartner vom Förderverein „Freunde der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt“ schlossen sich dem Dank an. Sie überreichten dem ehrenamtlichen Musiker Kulinarisches.

Am häufigsten schlägt Günther Feistl, der früher als Jurist arbeitete, die Orgel in der Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg. Und zwar so gut wie immer an Sonn- und Feiertagen in der Messe um 10.30 Uhr. Doch hilft er auch gern in Peiting in der Pfarrkirche St. Michael oder in der Wallfahrtskapelle Maria Egg aus, vereinzelt auch in Hohenpeißenbergs Pfarrkirche im Dorf. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist er auch in Schwabbruck regelmäßig zu hören. So kann es vorkommen, dass er dort am Sonntag um 8.30 Uhr in der Frühmesse gefordert ist und um 10.30 Uhr 22 Kilometer weiter auf dem Orgelbock droben auf dem Hohen Peißenberg sitzt. An manchen Wochenenden kommt er sogar auf drei Messen.

Eine besondere Freude war für ihn die Weihe des neuen Instrumentes in der Wallfahrtskirche zu Kirchweih 2016, schildert Feistl, der noch einige Jahre den Organistendienst versehen möchte. Als Kind hatte er Akkordeon gelernt, die Orgel hat er sich selber beigebracht. Großes Vorbild war sein Onkel Max Dobner, der damals Organist war. Neben der Orgelweihe bleiben dem Musiker, der überdies Vorsitzender der „Wanderfreunde Hohenpeißenberg“ ist, zwei weitere Ereignisse in Erinnerung. 1989 und 2015 hatte er Gelegenheit, die größte Orgel der Welt spielen – im Dom zu Passau.

Johannes Jais

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