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Afrikanische Spezialitäten kochten Asylbewerber für die Besucher des Eine-Welt-Basars im „Haus der Vereine“. 

Afrikatag der „Stiftung Namibia“

Bummeln, schauen und kaufen

Hohenpeißenberg - Ein buntes Markttreiben herrschte bereits am frühen Samstagnachmittag im „Haus der Vereine“. Zum 12. Mal fand dort der Afrikatag der „Stiftung Namibia“ statt.

Viel gab es zu sehen und zu bestaunen, die Auswahl war groß. Da gab es Schmuck, Mützen, Schnitzereien, Selbstgemachtes sowie Tees und Liköre. Wer sich für die afrikanische Küche interessierte, war am Stand der Asylbewerber Filiman und Haile richtig. Sie boten Speisen aus ihrer Heimat an. Da gab es Huhn, Geschnetzeltes, säuerliches Fladenbrot und Reis mit Gemüse. Die Gerichte hatten klangvolle Namen wie „Alica“ oder „Ades“. Den Einkauf der Zutaten hatte Brigitte Schmalz besorgt, unterstützt in der Küche wurden die Asylbwerber von Hohenpeißenberger Jugendlichen. Derzeit leben rund 65 Flüchtlinge im Ort.

Dass der Afrikatag wie all die Jahre zuvor ein Erfolg wird, dazu trugen Stände wie die Missions-Entwicklung aus Saulgrub, die „Ukunda-Hilfe“, „Trees for the world“, der „Eine-Welt-Laden“ aus Peiting und der Ecuador-Stand, ein Straßenkinder-Projekt, bei. Doch nicht nur bummeln, schauen und kaufen konnten die Besucher, im kleinen Saal gab es Vorträge und Filme, die ebenfalls sehr gut besucht waren, freute sich Dr. Beatrix Heimrich von der „Namibia-Hilfe“. Das Kuchenbuffet war ebenfalls stets umlagert, und auch für die Kleinen war gesorgt mit Geschenken aus Afrika, Schminken und einem Trommelworkshop.

Jedes Jahr kommt Margot Diea-El-Din aus Kaufbeuren zum Afrikatag, diesmal war sie mit ihrer Freundin Ursula da. „Es ist sehr schön hier, wir wollen noch etwas bleiben, in die Vorträge reinhören und auch etwas kaufen“, sagte sie. Heimrich, die sieben Mal in Namibia und acht Mal in Kenia war, freute sich über das „traumhafte Ergebnis“. Mit dem Geld vom Samstag – rund 2500 Euro – will die „Namibia-Stiftung“ zum Beispiel das Straßenkinder-Projekt, das monatlich 300 Euro kostet, und das Essen für Kindergarten-Kinder (200 Euro monatlich) unterstützen. Besonders am Herzen liegt Heimrich die Ausbildung von Haus-Müttern, an die bislang 3000 Euro gingen. „Ein Wunschtraum von mir wäre es, heute 2000 bis 3000 Euro für all die Projekte, die wir vorhaben, zusammenzubekommen“, so Heimrich.

Mit einem Konzert mit den Chören „Joyful People“, „Singphoniker“ und „Choropax“ klang der bunte Abend aus.

Inge Beutler

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