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Bilder, wie sie sonst der Sommer malt, gab es im diesjährigen April am Dietlhofer See in Weilheim zu sehen. 

wetterrückblick

April war viel zu warm und viel zu trocken

Normalerweise ist der April ein Monat der Gegensätze,  es gibt ein permanentes Hin und Her zwischen Warm und Kalt. Der April war in diesem Jahr aber  ganz anders.

Hohenpeißenberg Fast den ganzen Monat über hielten sich Hochdruckgebiete über Mitteleuropa auf, die vor den kalten Luftmassen abschirmten. So herrschten den gesamten April über fast sommerliche Temperaturen. Äußerst ungewöhnlich waren die Temperaturen – und das nicht nur am Hohen Peißenberg. Der diesjährige April ist der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ganze 7,1 Grad war es am Berg zu warm.

Auch auf anderen Stationen sah es nicht anders aus: So wurde zum Beispiel auf der Zugspitze eine Abweichung von 5,6 Grad über dem Normalen gemessen. Teils wurden Werte von über 8 Grad registriert, was in Höhen von über 3000 Metern als sommerlich einzustufen ist. Normalerweise ist der April dort in der Höhe eher ein typischer Wintermonat. Doch dieser Monat, der nicht nur warm, sondern auch sehr sonnig war, hatte auch eine Schattenseite: Er war sehr trocken. Am Hohen Peißenberg fiel nur ein Drittel des normalen Niederschlags, auf der Zugspitze war der diesjährige April der dritttrockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 12,2 Grad lag der mittlere Frühlingsmonat um 7,1 Grad Celsius über der langjährigen Mitteltemperatur von 5,1 Grad. Die Monatshöchsttemperatur von 25 Grad wurde am 21. des Monats gemessen, die Monatstiefsttemperatur erreichte – 0,9 Grad am 2. April. Es gab einen Sommertag mit Höchsttemperaturen von 25 Grad oder mehr und es gab zwei Frosttage mit einer Tiefsttemperatur von weniger oder gleich 0 Grad in diesem Monat. Die Sonne schien insgesamt 277,2 Stunden. Im langjährigen Durchschnitt schien die Sonne nur 156 Stunden. Der Monatsniederschlag lag bei 30,1 Millimeter, im langjährigen Durchschnitt liegt er bei 92,5 Millimetern. Am meisten geregnet hat es mit 16 Millimetern am 16. April.

Sigmar Lorenz,

Wetterbeobachter, Observatorium auf dem Hohen Peißenberg

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