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Vier neue Gemeinderatsmitglieder wurden in Hohenpeißenberg vereidigt. 

Corona sorgt in Hohenpeißenberg  für Rekordtempo

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Nach rund einer Dreiviertelstunde war die konstituierende Sitzung des Gemeinderates Hohenpeißenberg beendet. Bei dieser wurde Gerlinde Rasch erneut zur zweiten Bürgermeisterin gewählt. Dabei hatte sie überraschend eine Gegenkandidatin.

Hohenpeißenberg – „Das haben wir direkt Corona-gerecht abgewickelt“, mit diesen Worten beendete der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates im „Haus der Vereine“, die alles in allem rund eine Dreiviertelstunde gedauert hatte. Dabei hatte sich der Bürgermeister, der bei der Kommunalwahl mit 96,47 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden war und damit das beste Ergebnis im Landkreis erzielt hatte, mehr Zeit für die Begrüßung genommen als sonst – schließlich tagte das Gremium in dieser Zusammensetzung zum ersten Mal.

Dorsch bedankte sich für den fairen Wahlkampf und bei den Gemeinderäten für die Bereitschaft, kommunalpolitisch mitzugestalten. Er bereitete das Gremium angesichts der Corona-bedingten Rezession auf wirtschaftlich schwierige Zeiten vor: „Wir werden sehen, wie das Jahr verläuft“, sagte er: „Manches werden wir verschieben müssen, Einiges müssen wir machen.“ In vielen Bereichen werde sich die Gemeinde auf Vorplanungen konzentrieren müssen. „Machen wir das beste daraus. Ich freue mich, dass ich mit Euch eine so gute Truppe habe“, sagte der Bürgermeister, bevor die vier neuen Gemeinderäte Bernhard Fabel, Josef Wiedemann, Melanie Sanktjohanser und Hermann Summer vereidigt wurden.

Da überraschend neben der bisherigen zweiten Bürgermeisterin Gerlinde Rasch (CSU/Parteilose) noch Gabriela Seitz-Hoffmann (Aufwind) für diesen Posten vorgeschlagen wurde, schritten die 16 wahlberechtigten Gemeinderäte und Bürgermeister Thomas Dorsch anschließend mit Abstand zur Wahlurne in einer Ecke des großen Saals, um dort ihren Wahlzettel einzuwerfen. Erst gegen Ende der Sitzung wurde das Ergebnis verkündet: Seitz-Hoffmann hatte drei und Rasch 14 Stimmen erhalten. Damit bleibt Rasch zweite Bürgermeisterin von Hohenpeißenberg.

Einstimmig hingegen bestellten die Gemeinderatsmitglieder anschließend Bürgermeister Dorsch zum Eheschließungs-Standesbeamten. Bis zur nächsten Sitzung im Juni soll die Geschäftsordnung des Gemeinderates überarbeitet werden, damit diese beschlossen werden kann. Im nächsten Monat werden auch die einzelnen Referate und der Ausschuss besetzt.

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