Waren zufrieden mit dem „Grünen Kragen“: die Mitglieder des Hohenpeißenberger Gemeinderates.
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Waren zufrieden mit dem „Grünen Kragen“: die Mitglieder des Hohenpeißenberger Gemeinderates.

Besichtigung in Hohenpeißenberg

Der „Grüne Kragen“ steht ihm gut

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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In den vergangenen Monaten hat der „Schächen“ in Hohenpeißenberg einen „Grünen Kragen“ bekommen. Diesen haben sich die Gemeinderäte kürzlich angeschaut. 

Hohenpeißenberg – „Ich finde, es ist ein schöner Platz geworden“, „wunderbar“, „gut gemacht“ und „echt schön!“ Die Hohenpeißenberger Gemeinderäte waren voll des Lobes, als sie vor ihrer jüngsten Sitzung, die noch vor dem Lockdown stattfand, den „Grünen Kragen“ besichtigten, der in den vergangenen Wochen um den „Schächen“ herum gestaltet wurde. „Ich denke, es ist eine Aufwertung für den Ort“, sagte Bürgermeister Thomas Dorsch zu Beginn des Rundgangs über das Areal. Es sei auch die richtige Entscheidung gewesen, das Projekt noch vor Corona angestoßen zu haben. „Wir wissen nicht, ob wir das jetzt noch durchbringen würden“, so der Bürgermeister im Hinblick auf den zu erwartenden Einbruch der gemeindlichen Finanzen als Folge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen.

Zuerst schauten sich die Gemeinderatsmitglieder den ehemaligen Biergarten an, der inzwischen auch „Fest- und Feierbereich“ genannt wird. Dieser Bereich kann über eine Rampe auch mit Rollstuhl oder Rollator problemlos erreicht werden. Dort wurde generell auf Barrierefreiheit geachtet und darauf, dass der Platz auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist – zum Beispiel dadurch, dass an einen Tisch nur eine halbe Sitzbank gebaut wurde und so dort Platz für einen Rollstuhl ist. In diesem Bereich steht auch der Pavillon, der unter anderem für Feste genutzt werden kann.

Die Tische und Bänke dort wurden aus robustem, heimischem Holz gefertigt und aufgestellt: „Als Holzauflage haben wir Edelkastanie gewählt. Es ist das langlebigste heimische Edelholz“, erläuterte der Leiter des Bauamtes, Stefan Fischer, im ehemaligen Biergarten. Dass für die Sitzgelegenheiten auf dem gesamten Gelände heimisches Holz verwendet werden sollte, das hatte der Gemeinderat im Rahmen der Planungen festgelegt.

Vom ehemaligen Biergarten ging es zum „Obstgartenbereich“, der so heißt, weil die alten Obstbäume dort stehen geblieben sind. Auch auf dieser Fläche, an die – passend zum Namen – die Saftpresse angrenzt, wurden stabile Sitzbänke aufgestellt.

„Jetzt werfen wir noch einen Blick in den Aktivbereich“, sagte Fischer, bevor es in den dem Berg zugewandten Teil des „Grünen Kragens“ weiterging. Hier kommen vor allem Kinder auf ihre Kosten: Es wurden neue Spielgeräte aus Robinienholz angeschafft wie zum Beispiel eine große Rutsche, eine Schaukel und ein Kletternetz. Zudem wurde ein Bewegung-Parcours gebaut und auch der Fahrradstellplatz findet sich hier. Wer vom vielen Toben und Spielen durstig wird, kann seinen Durst am Trinkwasserbrunnen stillen. Auch hier gibt es Bänke zum Verweilen.

Wegen der Corona-Pandemie und auch, weil es inzwischen zu kalt dafür ist, den „Grünen Kragen“ mit einem Fest gebührend einzuweihen, soll das auf das nächste Jahr verschoben werden. „Im Frühjahr feiern wir ein Einweihungsfest“, sagte Dorsch. Insgesamt waren für den „Grünen Kragen“ rund 647000 Euro veranschlagt, wobei rund 60 Prozent davon durch Fördergelder finanziert werden. KATHRIN HAUSER

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