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Eine Dankurkunde für treue Dienste bekam Werner Mikler (r.) von Bürgermeister Thomas Dorsch überreicht.

Drei Schulleiter und zwei  Bürgermeister in Hohenpeißenberg  erlebt

  • Kathrin Hauser
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Eigentlich ist Werner Mikler seit sechs Jahren im Ruhestand, dennoch feierte er nun sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Hausmeister der Schule in Hohenpeißenberg. 

Hohenpeißenberg – Eigentlich ist Werner Mikler seit sechs Jahren im Ruhestand. Als aber der langjährige Hausmeister der Hohenpeißenberger Schule das Rentenalter erreicht hatte, wurde seine Stelle nicht mehr nachbesetzt, zudem wollten Mikler und seine Frau gerne in der Hausmeisterdienstwohnung über der Schulturnhalle wohnen bleiben, sodass Mikler eine Idee hatte: „Ich bin zum Bürgermeister gegangen und habe gefragt, ob ich weitermachen kann“, erzählt der 70-Jährige.

Bürgermeister Thomas Dorsch fand die Idee hervorragend, Mikler und seine Frau blieben in ihrer Dienstwohnung und es wurde nichts mit dem Ruhestand. Bis heute arbeitet Werner Mikler als Hausmeister an der Hohenpeißenberger Schule, in der seit ein paar Jahren nur noch Grundschüler unterrichtet werden. Nun konnte der 70-Jährige, der inzwischen als geringfügig Beschäftigter tätig ist, sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Mitarbeiter der Gemeinde feiern. Als Dank für seine langjährige Tätigkeit bekam er vom Bürgermeister eine Urkunde überreicht und wurde anschließend im Kollegenkreis zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Seine Arbeit habe ihm immer Freude gemacht, erzählt der Hausmeister. Besonders dass sie so vielseitig sei, gefalle ihm bis heute, sagt Mikler: „Ich komme mit den Kindern gut zurecht und mit dem Kollegium und dem Schulleiter ist es super.“ Auch die beiden Bürgermeister seien gute Chefs für ihn gewesen.

„Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt der Bürgermeister. Abgesehen davon, dass Mikler einiges zu tun habe, sei es bei der Größe des Schulgeländes gut, dass jemand dort wohne und nach dem Rechten schaue. Daran, dass es in der Dienstwohnung über der Turnhalle mitunter laut zugeht – dort findet nicht nur Schul-, sondern auch Vereinssport statt – hat sich das Ehepaar Mikler, das seit 34 Jahren dort lebt, schon gewöhnt. Inzwischen verbringen Miklers dort auch viel gemeinsame Zeit, denn die Zeiten, in denen Werner Mikler begeisterter aktiver Fußballer war, sind vorbei.

Auch wenn Mikler, der drei Schulleiter und zwei Bürgermeister erlebt hat, nun nur noch als geringfügig beschäftigt gilt, es gebe immer etwas zu tun in der Schule, sagt er: „Ich kriege fast jeden Tag einen Anruf, dass etwas repariert oder erledigt werden muss.“ Langweilig wird es dem Gemeindemitarbeiter also nicht. Und an den Ruhestand denkt er „überhaupt nicht“, wie er sagt: „Ich hatte heuer meinen 70er, aber ich bin immer für Hohenpeißenberg da.“ KATHRIN HAUSER

Es gibt immer
Arbeit in der Schule

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