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Premiere für Ministerin: Ilse Aigner (graues Dirndl) beim Ehrenamtsempfang auf dem Hohen Peißenberg mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß (blaues Dirndl). 

Ehrenempfang der Kreis-CSU

Aigner suchte den Hohen Peißenberg - und fand ihn

Ministerin Ilse Aigner  war am Sonntag das erste mal  beim Ehrenempfang der Kreis-CSU zu Gast.  Der Gastgeber, Verkehrsminister Alexander Dobrindt,  musste nach Berlin. 

Hohenpeißenberg – Eigentlich kann man es ja kaum glauben, dass eine gestandene bayerische Ministerin und Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern noch nie auf dem Hohen Peißenberg war. Doch Ilse Aigner stattete tatsächlich erst gestern beim traditionellen Ehrenamtsempfang der Kreis-CSU dem Wallfahrtsberg ihren Premierenbesuch ab. „Zeit is´ worn, darf ich da mal ein bisschen frech sagen“, so Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch in seinem Grußworten schmunzelnd. Die Wirtschaftsministerin konnte den Tadel ein wenig entkräften. „Ich war zwar noch nie zuvor hier oben, aber ich kenne den Berg schon sehr lange“, erzählte die gelernte Radio- und Fernsehtechnikerin: „In meiner Lehrzeit bin ich beim Antennenausrichten auf den Dächern rumgekraxelt und hab´ immer den Hohen Peißenberg gesucht.“ Die Botschaft, die gestern vom Wallfahrtsberg respektive vom Ehrenamtsempfang gesendet wurde, unterschied sich nicht von denen früherer Jahre. Die Redner hielten im vollbesetzten Nebensaal des Gasthauses „Bayerischer Rigi“ die bekannten Lobeshymnen auf das freiwillige Engagement – auch Aigner, die selbst mehrere Jahre Landesvorsitzende der Wasserwacht war: Es sei „etwas Schönes, mit Gleichgesinnten in den unterschiedlichsten Facetten etwas zu erreichen und zu gestalten“. Laut Aigner sei es für Kommunalpolitiker geboten, „pfleglich mit den Ehrenamtlichen umzugehen und die Ehrenamtlichen nicht als Bittsteller zu behandeln“.

Die Ministerin spannte auch den Bogen zu ihrem Fachgebiet: „Die beste Sozialpolitik ist eine gute Wirtschaftspolitik.“ Man müsse den Menschen Arbeitsplätze und Perspektiven bieten. In Bayern würde das bestens gelingen, was nicht nur den großen Firmen, sondern auch dem Mittelstand zu verdanken sei – und die Politik würde die Rahmenbedingungen setzen: „Wir leben in einem gelobten Land“, so Aigner. Nach ihrer Rede wurde die Ministerin noch von Tisch zu Tisch herumgereicht. Immer wieder musste sie geduldig in Handy-Kameras lächeln. Und Dorsch legte noch das Goldene Buch der Gemeinde Hohenpeißenberg zur Unterschrift vor. Einer jedoch fehlte – Alexander Dobrindt, der Gastgeber: „Er wäre wirklich sehr gerne gekommen“, so MdL Harald Kühn. Aber der Minister habe kurzfristig zu einem Spitzengespräch ins Bundeskanzleramt reisen müssen.

Bernhard Jepsen

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