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Mitglieder von „Taking Hands Namibia“ haben die gespendeten Hilfsgüter zur Sammelzentrale gebracht.

Sammelaktion von zwei Hohenpeißenberger Vereinen

Ein Container voller Hilfsgüter für Namibia

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Gleich zwei Hohenpeißenberger Vereine haben jüngst Möbel, Rollstühle, Spielsachen und andere Gegenstände gesammelt, die sie für ihre Hilfsprojekte in Namibia benötigen. Die Hilfsgüter sollen in einem Container mit dem Schiff nach Afrika transportiert werden, wo sie auf die verschiedenen Projekte verteilt werden.

Hohenpeißenberg – Der Verein „Stiftung Namibia – Kinder in Afrika brauchen Hilfe“ hat einen Container befüllt und darin noch Platz gelassen, damit sich der neue Hohenpeißenberger Verein „Taking Hands Namibia“ an der Aktion beteiligen und ebenfalls Güter nach Afrika schicken kann, die für den integrativen Kindergarten benötigt werden, der in Omaruru eröffnet werden soll.

Dazu haben Mitglieder von „Stiftung Namibia“ jüngst einen Anhänger mit Möben und anderen nützlichen Gegenständen nach Laupheim gefahren, wo sich die Sammelzentrale der „Aktion Hoffnung“ befindet. Diese wird von der Arbeitsgemeinschaft „Missions- und Entwicklungshilfe“ betrieben, um die Gemeinden und Vereine, die gerne Container zu ihren Hilfsprojekten in aller Welt schicken wollen, bei der Sammlung und der Überwindung der bürokratischen Hürden zu unterstützen. Der jeweilige Anteil der Frachtkosten wird von denjenigen übernommen, die den Container verschicken.

Wie die Vorsitzende von „Stiftung Namibia“, Dr. Beatrix Heimrich, mitteilt, hatte der Peitinger Orthopäde Dr. Heinz Kusche, der mit seiner Praxis umzieht, beim Verein angefragt, ob es Verwendung für ausgediente Möbel und Einrichtungsgegenstände gibt. Zudem hatte auch die Schongauer Ärztin Dr. Yvonne Gerstlauer Dinge abzugeben und von der Wohnungsauflösung der verstorbenen ehemaligen Lehrerin Rosa Winter aus Hohenpeißenberg fielen auch noch Möbel und andere Gegenstände an, die die Familie Hupfauf an die „Stiftung Namibia“ gespendet hat.

Vorstandsmitglieder des Vereins haben die gespendeten Gegenstände eingesammelt und nach Laupheim transportiert. Dazu haben sie einen Anhänger der Hohenpeißenberger Firma „Küchen Kaden“ zur Verfügung gestellt bekommen. Die gespendeten Möbel sollen zur Ausstattung eines Internats der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing in Namuntuntu sowie zur Einrichtung einer medizinischen Ambulanz in Bunja im Norden des Landes dienen. „Wir sind dankbar für die vielen Spenden. Wir wurden förmlich überrollt“, sagte Heimrich über die Sammelaktion.

Auch die Mitglieder von „Taking Hands Namibia“ haben in den vergangenen Wochen fleißig gesammelt, damit sie ihrem Ziel, einen integrativen Kindergarten in Omaruru eröffnen zu können, näher kommen. Es sind vier große Rollwagen mit Material zusammengekommen. Der Verein hat viele Rollstühle, Therapie- und Spielgeräte gespendet bekommen sowie Ausstattung und Spielsachen für den Kindergarten und vieles mehr sammeln können. Auch diese Dinge haben die Hohenpeißenberger nach Laupheim gefahren, wo sie nun in den Container gepackt werden. „Wir sind überwältigt, was alles zusammengekommen ist“, sagt die Vorsitzende des neuen Vereins, Monika Bitzl.

Nicht nur bezüglich der Ausstattung geht es für „Taking Hands Namibia“ voran: „Wir haben nun auch die schriftliche Zusage der Municipality in Omaruru, dass wir den Hakahana-Kindergarten übernehmen können“, sagt Bitzl. Damit ist klar, dass der Verein das Gelände mitsamt den Gebäuden, die bereits für den Betrieb eines Kindergartens genutzt wurden, übernehmen kann. Das erleichtert den Start des integrativen Kindergartens immens.

Die Vorsitzende will in etwa einem Monat für rund vier Wochen nach Namibia fliegen, um, wenn alles nach Plan läuft, bereits mit den Renovierungsarbeiten der Gebäude auf dem Grundstück in Omaruru beginnen zu können.

Der neue Verein ist weiter auf der Suche nach Spendern, die das Projekt am besten regelmäßig unterstützen, um den Kindergarten eröffnen und dann auch am Laufen halten zu können.

Spenden

Die beiden Vereine freuen sich über Spenden:

„Taking Hands Namibia: Konto bei der Sparkasse Oberland, IBAN: DE 73 7035 1030 0032 6031 51 und

„Stiftung Namibia“: Sparkasse Oberland, IBAN: DE 05 7035 1030 0036 0106 27.

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