Nun geht es im „Pumpenhaiserl“ wieder richtig los: vl.l Bürgermeister Thomas Dorsch, Leiterin Kathrin Strauß und die Geschäftsleiterin der Gemeinde, Gudrun Schuster, freuen sich darüber. Foto: Gronau
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Nun geht es im „Pumpenhaiserl“ wieder richtig los: vl.l Bürgermeister Thomas Dorsch, Leiterin Kathrin Strauß und die Geschäftsleiterin der Gemeinde, Gudrun Schuster, freuen sich darüber.

Wiedereröffnung nach der Corona-Krise

Eine neue Leiterin fürs „Pumpenhaiserl“ in Hohenpeißenberg

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Gerade war der Jugendtreff „Pumpenhaiserl“ in Hohenpeißenberg fertig, da musste er coronabedingt auch schon wieder schließen. Nachdem nun mit Kathrin Strauß auch eine neue Leiterin gefunden wurde, soll es am Mittwoch dort endlich wieder losgehen.

Hohenpeißenberg – Es riecht noch ganz neu im Jugendtreff „Pumpenhaiserl“ an der Hettenstraße in Hohenpeißenberg. Kein Wunder, denn als das ehemalige Pumpenhäuschen des Dorfes zum Jugendtreff umgebaut, als solcher eingerichtet und schließlich Ende November eingeweiht worden war, dauerte es nicht mehr lange, bis die Einrichtung wegen der Corona-Pandemie auch schon wieder schließen musste. „Es war schon gut am Laufen, Corona hat da jetzt eine Delle reingehauen“, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch kürzlich im „Pumpemhaiserl“, wo dessen neue Leiterin, Kathrin Strauß, vorgestellt wurde.

Vor der Schließung hatte Daniela Stadler den Jugendtreff neben ihrer Tätigkeit als Koordinatorin im „HOP“ betreut. Gruppen und Vereine konnten Zeiten und Termine buchen, in denen sie sich im „Pumpenhaiserl“ treffen oder dort etwas veranstalten wollten und es gab einen von Stadler geleiteten offenen Treff einmal pro Woche. Nachdem die Sozialpädagogin Ende Juni ihre Tätigkeit in Hohenpeißenberg beendet hat, machte sich die Gemeinde auf die Suche nach einer Nachfolgerin – und wurde fündig: Kathrin Strauß wird den Jugendtreff nun leiten.

Sie ist Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet seit etwa zehn Jahren in einer Wohngruppe für Jugendliche im Diakoniedorf Herzogsägmühle und wohnt in Hohenfurch. Sie ist den Umgang mit Jugendlichen also gewohnt. Vier Stunden pro Woche ist die 32-Jährige nun zusätzlich für die Buben und Mädchen in der Gemeinde Hohenpeißenberg tätig. Drei Stunden sind für den offenen Treff veranschlagt, der immer mittwochs von 16 bis 19 Uhr im „Pumpenhaiserl“ stattfindet und eine Stunde wird für Bürotätigkeiten eingeplant. „Mit der Zeit wollen wir das noch erweitern“, kündigte Bürgermeister Dorsch an.

Wie sich der offene Treff gestaltet, darüber hat sich die neue Leiterin bereits Gedanken gemacht. „Ich möchte zwei Mal pro Monat ein Angebot machen und zwei Mal einfach da sein“, so Strauß. Dabei wolle sie auf die Wünsche der Hohenpeißenberger Jugendlichen eingehen. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe und darauf, „dass die Jugendlichen motiviert hierherkommen“, sagte sie bei der Vorstellung.

Der offene Treff startet am kommenden Mittwoch. Coronabedingt sollen alle Besucher Masken mitbringen. Wegen der Abstands- und Hygieneregeln dürfen sich derzeit nur höchstens zehn Jugendliche gleichzeitig im Haus aufhalten. Das „Pumpenhaiserl“ soll ein Angebot für Hohenpeißenberger im Alter zwischen 12 und 26 Jahren sein. Insgesamt hat die Gemeinde Hohenpeißenberg rund 175 000 Euro für die Renovierung und Einrichtung des Jugendtreffs bezahlt.

Ihn an den Start zu bringen war Teil des vom „KJR Ostallgäu“ betreuten „LEADER“-Projekts „Whats Up?!“, mit dem Jugendlichen mehr Möglichkeiten eingeräumt werden sollten, sich in ihrer Kommune einzubringen. Die jungen Hohenpeißenberger konnten damals an der Gestaltung und Ausstattung der Innenräume mitwirken und haben auch bei der Einrichtung tatkräftig mitgeholfen.

Leider muss wegen Corona auf ein Fest zum Neustart verzichtet werden: „Einen großen offiziellen Start können wir nicht machen, das ist grad schwierig“, sagte Dorsch. Dennoch freue er sich, dass es im „Pumpenhaiserl“ weitergehen könne: „Wir sind froh, dass wir eine so kompetente Leiterin gefunden haben.“

Das „Pumpenhaiserl“

Der Jugendtreff im „Pumpenhaiserl“ an der Hettenstraße in Hohenpeißenberg hat am Mittwoch, 16. September, zum ersten Mal von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Dann ist jeden Mittwoch um diese Zeit offener Treff.

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