Der Tag nach dem Brand: Die Dachgeschosswohnung ist komplett ausgebrannt, das gesamte Haus kann derzeit nicht bewohnt werden.
+
Der Tag nach dem Brand: Die Dachgeschosswohnung ist komplett ausgebrannt, das gesamte Haus kann derzeit nicht bewohnt werden.

Nach Brand in Hohenpeißenberg

Eine Notunterkunft für die Bewohner

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
    schließen

Nach dem großen Brand eines Mehrfamilienhauses in Hohenpeißenberg am Donnerstag sind die Wohnungen dort nicht mehr bewohnbar. Schnell musste für die Bewohner eine vorübergehende Bleibe gefunden werden. Alle sind in der „Rigi-Alm“ untergekommen.

  • Nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Hohenpeißenberg
  • Das Haus ist unbewohnbar
  • Bewohner sind in Notunterkunft oder bei Bekannten untergekommen

Hohenpeißenberg – Nachdem am Donnerstagmorgen die Bewohner aus dem brennenden Mehrfamilienhaus an der Rigistraße in Hohenpeißenberg evakuiert worden waren und das Feuer unter Kontrolle war, stellte sich das nächste Problem: Wohin mit den acht Bewohnern, die bis zum Brand in sieben verschiedenen Wohnungen in dem Gebäude gelebt haben? Das Feuer und das viele Wasser, das die Feuerwehr zum Löschen eingesetzt hat, hatten das Mehrfamilienhaus unbewohnbar gemacht.

„Wir mussten schauen, dass wir für die Bewohner Unterkünfte organisieren“, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch. Ein paar der Hausbewohner seien bei Verwandten oder Bekannten untergekommen, für die übrigen mussten vier Unterkünfte gesucht werden. Die Gemeinde und der Hauseigentümer haben sich zusammen auf die Suche nach einer vorübergehenden Bleibe gemacht.

Und sie sind schnell fündig geworden: „Die ,Rigi-Alm’ hat sofort zugesagt“, erzählt Dorsch. Er sei dankbar für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung in dieser schwierigen Situation – zumal es während des Corona-bedingten Lockdowns schwieriger sei, eine Unterkunft zu finden, weil alle Hotels, Gasthöfe und Fremdenverkehrsbetriebe geschlossen sind.

Doch mit einer Unterkunft war es noch nicht getan – schließlich konnten die Bewohner so gut wie nichts aus ihren Wohnungen mitnehmen, bevor sie evakuiert wurden und nach dem Brand durften sie ihre Wohnungen nicht mehr betreten. Die Dachgeschosswohnung, in der das Feuer gegen 9 Uhr ausgebrochen war, ist komplett ausgebrannt. Der Besitzer hat alles verloren, was sich in der Wohnung befunden hat. Die Bewohner wurden zunächst mit Kleidung aus der Kleiderkammer versorgt.

Ob sie überhaupt wieder in dem Haus wohnen können oder wenigstens ein paar Dinge daraus retten können, ist noch unklar. „Ich gehe davon aus, dass das Haus abgerissen werden muss“, sagte Dorsch. Das stehe allerdings noch nicht fest. „Es ist auf jeden Fall wichtig, dass die Leute vorerst untergebracht sind“, so der Bürgermeister, den noch am Brandtag Hilfsangebote von Bürgern erreichten.

Vor ziemlich genau drei Jahren – damals war es die Nacht auf der 15. November – hat es auf diesem Anwesen an der Rigistraße schon einmal gebrannt. Damals war ein Stadel, der auf dem Grundstück neben dem Mehrfamilienhaus stand, abgebrannt. Vor drei Jahren konnte die Feuerwehr knapp verhindern, dass die Flammen auf das Mehrfamilienhaus übergriffen.

Auch interessant

Kommentare