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Damit die Kinder sicher in die Schule kommen, stand Barbara Badstieber als Schulweghelferin am Montagmorgen an der Hohenpeißenberger Bahnhofstraße. Sie will die Aufgabe auch künftig übernehmen. Weil aber andere aufhören, braucht es neue Ehrenamtliche für diesen Übergang. 

Hohenpeißenberg

Engpass bei Schulweghelfern

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In Hohenpeißenberg fehlen Schulweghelfer. Wenn bis September keine gefunden werden,  kann an der Bahnhofstraße niemand mehr aufpassen.

Hohenpeißenberg – Die Ferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen. Und damit sorgen nun wieder täglich Schulweghelfer dafür, dass die Buben und Mädchen sicher ankommen. Doch in Hohenpeißenberg zeichnen sich Probleme ab: Nach diesem Schuljahr hören mehrere Ehrenamtliche auf, da ihre Kinder die Schule wechseln. Wenn sich keine neuen finden, „kann der Übergang an der Bahnhofstraße ab September 2017 nicht mehr gesichert werden“, sagt Bürgermeister Thomas Dorsch. Er hofft, dass sich Eltern, Großeltern oder andere Freiwillige finden, damit die Buben und Mädchen weiterhin sicher die Straße queren können.

Schulweghelfer gibt es in Hohenpeißenberg seit elf Jahren. Drei sind jeden Tag von 7.30 bis 8 Uhr im Einsatz – zwei an den Ampeln vor dem Rathaus und einer an der Bahnhofstraße, auf Höhe des Kindergartens. 14 Aktive und fünf Ersatzschulweghelfer stehen dafür zur Verfügung. Schon das ist nicht viel. „Wir haben eine Frau, die drei Mal in der Woche im Einsatz ist. Das ist schon extrem“, findet Dorsch. „Es ist eigentlich so gedacht, dass jeder nur einmal pro Woche dran ist.“ Hören jetzt weitere Helfer auf, so könnte der Übergang an der Bahnhofstraße nicht länger beaufsichtigt werden.

Dorsch hofft, dass es soweit nicht kommen muss. „Die Grundschüler haben es sehr schwer, sich im hektischen Straßenverkehr zurechtzufinden“, sagt der Rathauschef. „Sie können manche Gefahrenmomente und auch Geschwindigkeiten der herannahenden Fahrzeuge nicht richtig einschätzen.“ Es sei wichtig, ihnen dann zur Seite zu stehen. Das habe sich auch bewährt: Seit es die Schulweghelfer gibt, sei es zu keinem Unfall mehr gekommen, sagt Dorsch.

Die Ehrenamtlichen werden in der Jugendverkehrsschule Peißenberg eingewiesen. Die jeweiligen Einsatztage können die Helfer individuell untereinander absprechen.

Wer Interesse hat,

als Schulweghelfer tätig zu werden, kann sich im Rathaus bei Gudrun Schuster (08805/921014, gudrun.schuster@hohenpeissenberg.bayern.de) oder bei Heike Riedl (08805/799, heike.riedl@gmx.de) melden.

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