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Den perfekten Tag hatten sich die Hohenpeißenberger für die Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche und die Weihe der neuen Orgel herausgesucht. Beides fand am 16. Oktober statt – bei strahlendem Sonnenschein, wie dieses Foto zeigt, das am Rande des Gottesdienstes entstanden ist. 

wetterrückblick: oktober

Der erste Monat, der heuer zu kalt war

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Hohenpeißenberg - Die Wallfahrtskirche wurde im Oktober bei bestem Herbstwetter wiedereröffnet.  Der restliche Monat war aber zumeist ungemütlich.

Der September glänzte mit einem schönen Altweibersommer. Beim Oktober war das anders. „ Er zeigte oft die etwas andere Seite des Herbstes“, schreibt Wetterbeobachter Siegmar Lorenz in seinem Wetterrückblick. „Er war der erste zu kalte Monat in diesem Jahr.“

Im ersten Monatsdrittel hatte sich ein kräftiges Hochdruckgebiet gebildet. Es erstreckte sich von Westeuropa bis Nordosteuropa. „Es schwächte nicht nur den atlantischen Tiefdruckeinfluss bei uns ab, sondern ,produzierte‘ auch schon tiefe Temperaturen“, schreibt Lorenz. Die Tagesmaxima sanken dadurch vom 4. bis 13. Oktober auf dem Hohen Peißenberg auf etwas unter 10 Grad Celsius. Am 11. fiel erstmals Schnee, der kurz liegenblieb.

Ab dem 14. stiegen die Temperaturen mit einer südlichen Luftströmung markant an. Lag das Maximum am 13. noch bei 6,3 Grad, so kletterte das Quecksilber einen Tag später bereits auf 16,5 Grad. „Schöner wurde es jedoch nicht, sondern windiger und bewölkter“, schreibt Lorenz. Der wohl schönste Oktobertag war der 16 – ein Sonntag. Die Sonne schien den ganzen Tag vom wolkenlosen Himmel bei ausgezeichneter Fernsicht und 15 Grad Celsius. Schon am 17. zogen jedoch laut Lorenz „wieder Wolken auf, und in den Abendstunden kamen aus den Alpen heraus Gewitter auf“. Bis zum 26. blieb es unbeständig und mild. Ab dem 27. stellte sich Hochdruckwetter ein. Während es im Tal länger neblig blieb, schien auf dem Hohen Peißenberg die Sonne. Über die Nebel- und Dunstschichten hinweg stellte sich Fernsicht ein, welche viele Besucher auf den Berg lockte. Die Temperaturen lagen um die 10 Grad. Die typischen herbstlichen Blattverfärbungen setzten laut Lorenz heuer verspätet, etwa gegen Mitte des Monats, ein – „dann aber sehr zügig. Schon zwei Wochen danach verstärkte sich der Blattfall und leitete den Spätherbst ein“.

Für den Winter sieht es laut Lorenz „derzeit ganz gut“ aus, da der Polarwirbel nur schwach ausgeprägt ist. „Allerdings kann sich das schnell wieder ändern“, schreibt Lorenz. Es gebe Langfristvorhersagen der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten, die einen um zwei Grad zu milden Winter für Europa hervorsagen. „Hoffentlich liegen sie daneben“, schreibt der Wetterbeobachter. „Denn nichts wäre schlechter für Natur und Wintersport.“  

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