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Wenige Besucher kamen zur Fahrzeugsegnung nach draußen. Grund dafür war der starke Regen, bei dem die Gäste der Feuerwehr lieber im Zelt blieben. 

Es regnete in Strömen

Neues Löschfahrzeug vom Himmel „gesegnet“

Die nächsten 25 Jahre soll das neue Löschfahrzeug der Hohenpeißenberger Feuerwehr seinen Dienst tun, dessen Anschaffung gestern gefeiert wurde. Trotz strömenden Regens kamen gut 400 Besucher auf den Berg.

Hohenpeißenberg – „Wenn schönes Wetter gewesen wäre, wäre es ein normales Feuerwehrfest“, so Dr. Rüdiger Sobotta in seiner Festrede, aber so sei es ein Fest geworden, von dem man noch lange reden werde. Der Kreisbrandrat bezog sich auf das schlechte Wetter. Denn nachdem es den ganzen Vormittag über geregnet hatte, setzte zur Segnung das Fahrzeugs auch noch ein Platzregen ein. Schnell wurde umgeplant: Das Auto „LF 20“ wurde an den Zelteingang gefahren, sodass Pfarrvikar Dr. Paul Nwandu und sein evangelischer Kollege Dr. Rainer Mogk vom Zelt aus sprechen konnten. Nur vier Vertreter der Hohenpeißenberger Wehr standen Spalier. Und für den Segensgang ums Auto wurde Nwandu beschirmt.

„Wir leben mit der Lage“, sagte Sobotta zur schnellen Umplanung durch Kommandant Matthias Steiner, nachdem der Festzug wegen des Regens ausfallen musste. Schnelle Entscheidungen beherrsche die Feuerwehr.

Das „LF 20“ ersetzt einen 28 Jahre alten „Magirus“, der laut Bürgermeister Thomas Dorsch zum Verkauf ausgeschrieben werden soll. Die Neuanschaffung hat 430 000 Euro gekostet, 100 000 Euro davon hat die Gemeinde als Zuschuss bekommen. Das Basisfahrzeug ist ein „Mercedes“ mit einem 290-PS-Dieselmotor, der seine Leistung über ein Automatikgetriebe an die beiden Achsen – hinten mit Zwillingsreifen – abgibt. Der Aufbau stammt vom österreichischen Hersteller „Rosenbauer“.

Bei der Diskussion um das neue Fahrzeug war überlegt worden, ob dem Transport von Wasser oder dem von Feuerwehrleuten Vorrang gegeben werden solle. Schließlich einigte man sich laut Sobotta darauf, dass eine ganze Löschgruppe, also neun Leute, und 3000 Liter Wasser Platz finden sollten. Herausgekommen ist schließlich ein Fahrzeug, das 16 Tonnen wiegt. Dafür hat das „LF 20“ eine Ausstattung, die nach heutiger Einschätzung laut Kreisbrandrat gut für die nächsten 25 Jahre ist. So lange solle ein Feuerwehrauto seinen Dienst tun – wobei man die Zukunft nicht vorhersehen könne.

Die Atemschutz-Ausrüstung ist in der Kabine untergebracht. Sie kann daher schon während der Fahrt angelegt werden, sodass am Einsatzort Zeit gespart wird. Vorne am Fahrzeug ist ein Wasserwerfer montiert, der auf eine Entfernung von 30 Metern mit Wasser und Schaum löschen kann. Er ermöglicht eine Brandbekämpfung auch dort, wo Feuerwehrleute aus Sicherheitsgründen nicht näher ans Feuer herangehen können, etwa bei Waldbränden. Mit einem ebenfalls an der Front montierten Straßenwaschbalken können Straßen gereinigt werden.

Die Hohenpeißenberger Wehr hat außer dem neuen „LF 20“ noch ein 15 Jahre altes „LF 16“ und einen Mannschaftstransporter mit acht Sitzplätzen.

Alfred Schubert

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