Erst im Laufe der Bauarbeiten hat sich herausgestellt, wie weit der Hang an der Umfahrung destabilisiert war.
+
Erst im Laufe der Bauarbeiten hat sich herausgestellt, wie weit der Hang an der Umfahrung destabilisiert war.

Hangsanierung an der Umfahrung von Hohenpeißenberg abgeschlossen – Jetzt fehlen nur noch die Schutzplanken

Fast wieder freie Fahrt auf der B 472

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
    schließen

Seit April wurde der ins Rutschen geratene Hang an der Umfahrung von Hohenpeißenberg befestigt. Nun sind alle Fahrspuren wieder frei.

Darauf haben die Autofahrer, die regelmäßig zwischen Weilheim und Schongau pendeln, lange gewartet: Die Ampeln auf der Umfahrung von Hohenpeißenberg wurden abgebaut, alle Fahrspuren sind wieder für den Verkehr freigegeben. „Seit Dienstag sind die Ampeln weg“, bestätigt Eva Welker vom „Staatlichen Bauamt Weilheim“ auf Nachfrage dieser Zeitung. Sie war die Bauleiterin für die Hangsanierung an der B 472.

Wie bereits berichtet, war die Böschung an der Hohenpeißenberger Umfahrung auf einem 210 Meter breiten Abschnitt ins Rutschen geraten und musste saniert werden. Dass der Hang in Bewegung war, wurde im Mai 2019 entdeckt. Daraufhin musste eine Fahrspur der B 472 gesperrt werden. Ein Gutachter wurde eingeschaltet, der zu dem Schluss kam, dass der Hang befestigt werden muss, weil er sonst auf die Straße hinunterrutscht.

Heuer im April wurde mit den Arbeiten begonnen. Der Bautrupp arbeitete sich in 25-Meter-Abschnitten vor. Zu Beginn verliefen alles relativ problemlos, wie das Staatliche Bauamt damals mitteilte. Dann wurde es schwierig: Die Destabilisierung der Böschung war weiter fortgeschritten, als vermutet, wie Bauleiterin Welker sagt. Das habe auch die meisten Probleme bei der Sanierung bereitet und dafür gesorgt, dass sich die Bauarbeiten verzögerten: „Die größte Schwierigkeit war, dass der Bruch bis zu sechs Meter unter die Fahrbahn reichte.“ Das habe selbst den Gutachter erstaunt. Wie weit der Hangrutsch in die Umgehungsstraße gereicht hat, sei erst deutlich geworden, als der Bagger die Fläche aufgemacht habe, sagt Welker: „Es hat uns wirklich überrascht, wie tief das ging.“

Es sei richtig gewesen, den Hang schnell zu stabilisieren, weil dieser sonst irgendwann abrupt auf die Straße gerutscht wäre. „Auf Dauer gesehen, hätte die Böschung die Fahrbahn überschüttet“, sagt Welker. Nun müssen noch die Schutzplanken befestigt werden, dann sind die Arbeiten an der Straße abgeschlossen und die Geschwindigkeitsbegrenzung fällt weg. Wie hoch die Kosten für die Sanierung sind, lässt sich laut Welker noch nicht genau sagen, sie meint aber, dass die veranschlagten 2 Millionen Euro zumindest nicht weit überschritten werden.

Auch interessant

Kommentare