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Auch wenn der Brunnen derzeit mit einer Holzverkleidung vor dem Winter geschützt ist, soll er entfernt werden. 

Gemeinderat über Brunnen in Hohenpeißenberg: „Hau weg“

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Es war eine gewöhnliche Gemeinderatssitzung in Hohenpeißenberg, bis ganz zum Schluss ein Bürger aufstand und ein Anliegen vorbrachte - mit überraschendem Ausgang.

Hohenpeißenberg – Die Sitzung des Hohenpeißenberger Gemeinderates am Mittwochabend war schon so gut wie beendet – neun Tagesordnungspunkte hatte das Gremium abgearbeitet –, als schnell noch ein Beschluss gefasst wurde, mit dem die Gemeinde schon länger geliebäugelt hat: Bürgermeister Thomas Dorsch hatte sich am Ende der Sitzung an die Zuhörer gewandt und gefragt: „Gibt es noch Fragen oder Anregungen?“

Tatsächlich stand ein Bürger auf und brachte sein Anliegen vor: „Wir haben doch diesen Pseudo-Brunnen vor dem ,Haus der Vereine’. Der hat nie funktioniert und steht immer nur im Weg herum.“ Wenn es Veranstaltungen gebe oder bei den Basaren für Kinderwaren oder beim Spielwarenmarkt sei es mit dem Anliefern und Abtransport viel besser, wenn der Brunnen nicht im Weg stehe. Ob denn das gute Stück nicht einfach entfernt werden könnte, fragte er.

Damit stieß der Hohenpeißenberger auf offene Ohren: „Das ist bestimmt eine gute Idee“, sagte der Bürgermeister. Bislang habe sich die Gemeinde davor gescheut, den Brunnen einfach wegzureißen, weil das gute Stück einmal ziemlich viel Geld gekostet habe. „Aber er war ein bissl eine Fehlkonstruktion, er hat nie funktioniert“, so Dorsch. Der Brunnen sei von Grund auf falsch geplant worden. Eine Zeit lang seien alle möglichen Versuche unternommen worden, das gute Stück zum Laufen zu bringen, aber vergeblich. Dann habe sich herausgestellt, dass der Brunnen vor dem Eingang des „Hauses der Vereine“ nur zum Laufen gebracht werden könne, wenn erneut richtig Geld in die Hand genommen werden würde.

Als Notlösung seien schließlich Blumen in den Brunnen gepflanzt worden – wenn schon kein Wasser floss. „Aber wir brauchen ihn eigentlich nicht mehr“, sagte Dorsch. Eigentlich seien Brunnen ja etwas Schönes, aber wenn sie nicht funktionierten und im Weg stünden auch wieder nicht.

Laut Dorsch steht ohnehin die Sanierung des Vorplatzes des gemeindlichen Zentrums an und im Zuge dessen könne auch der Brunnen entfernt werden. Die Gemeinderäte sahen das ähnlich und stimmten der Idee des Bürgers zu. „Hau weg“, sagte ein Gemeinderat.

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