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Mit Blick auf die Berge wurde tagsüber gefeiert.

„Grüne Sonne“- Festival

Von seiner schönsten Seite

Hohenpeißenberg - Wetter, Musik, Atmosphäre: Beim „Grüne Sonne“- Festival stimmte einfach alles.  Kein Wunder, dass rund 3000 Besucher auf dem Hohen Peißenberg ihren Spaß hatten.

Wenn an einem Wochenende eine Meute mit etwa 3000 gut gelaunten jungen Leuten auf dem Hohen Peißenberg tanzt und die Arme im Takt in die Luft wirft, um Musik und Natur anzubeten, ist das „Grüne Sonne“-Festival wieder in vollem Gange. Ist das Elektro-Festival auch so schon ein besonderes Erlebnis, so waren die Rahmenbedingungen in diesem Jahr noch besser als im vergangenen: Bei Sonnenschein und mehr als 20 Grad tanzten die vielen Menschen zu der Musik. Und nicht nur das Gezappel machte atemlos, sondern auch der Kilometer weite Ausblick auf die mit Schnee bedeckte Allgäuer Gebirgskette und die grüne Voralpenlandschaft. Im vergangenen Jahr war die Aussicht auf dem „Grüne Sonne“-Festival ein wenig von Wolken getrübt.

Dieses Bergpanorama ist es auch, das die Leute an dem Festival besonders lieben: „Ich war schon auf ein paar Festivals, aber so kannte ich das noch nicht – dieser Blick auf die Berge ist einfach einmalig“, sagte Thomas Herger aus Augsburg. Der 34-Jährige war bei Freunden im Landkreis zu Besuch und ging mit ihnen auf das Festival. Ihm hat es so gut gefallen, dass er sich vorstellen kann, im nächsten Jahr wieder zu kommen. So ging es auch Veronella Mair. Die 24-Jährige aus Bichl beschrieb es so: „Perfekte Aussicht, perfekte Musik, perfekte Stimmung.“ Und fügte hinzu: „Die Leute hier sind lässig drauf, und wir haben ein super Glück mit dem Wetter.“ Für sie spielte das Wetter vor allem deswegen eine wichtige Rolle, weil sie sich vor wenigen Tagen am Fuß verletzt hatte und sich deshalb nur in Sandalen schmerzfrei fortbewegen kann. Dem Tanzen stand also nichts im Weg.

Außerdem wechselten ihr die Sanitäter, die vor Ort ein Lager hatten, den Verband. „Die waren auch super drauf“, sagte sie. Was auch damit zusammenhängen könnte, dass es an dem Abend keine Notfälle gegeben hat. Keine Selbstverständlichkeit bei so einem großen Event, bei dem natürlich auch Alkohol im Spiel ist. Das weiß auch der Veranstalter Michael Britzger, der nach Mitternacht berichtete: „Es hat heute noch keinen Notfall-Einsatz gegeben.“ Schon beim letzten Mal war es verhältnismäßig friedlich zugegangen.

Britzger, der mit guter Laune für einen reibungslosen Ablauf sorgte, hatte für das diesjährige Event ein paar Dinge optimiert (wir berichteten): Beispielsweise musste man heuer nicht so lange anstehen, es gab Schließfächer und einen neuen Essensstand, an dem gefrorene Erdbeeren mit Schokolade und Streuseln verkauft wurden – passend zum traumhaften Sommerwetter.

Das Lineup schmückten diesmal Künstler wie „Kollektiv Turmstrasse“, Acid Pauli, Felix Kröcher und Marcus Meinhardt. Grundsätzlich gibt es bei Musikfestivals aber nicht nur was auf die Ohren. Klar, die Augen blieben bei diesem Festival zuerst an der Landschaft hängen. Aber auch die Dekoration und die ausgefallene Kleidung der Besucher hübschten die Veranstaltung auf.

Da waren zum Beispiel blau und lila gefärbte Haare, bunt und wild bemalte beziehungsweise tätowierte Körper, ein Rucksack aus dem ein Kuscheltier hervorschaute und ein Mann, der in einem Harems-Outfit herumsprang. Außerdem sah man vereinzelt jemanden aus der Altersklasse über vierzig und ein paar Rollstuhlfahrer, die dem Treiben von einer Anhöhe aus zusahen. Alles fand dort auf der grünen Wiese des „Grüne Sonne“-Festivals seinen Platz – und gehörte auch dort hin.

Luca von Prittwitz

"Grüne Sonne"-Festival: Bilder

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