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Abwechslung mit Akazienholz: Die Schüler und ihre Rektorin Doris Graf (auf dem Gerüst) weihten ihr neues Spielgerät ein – viele der Kinder hatten extra die grünen Schul-T-Shirts angezogen. 

Grundschule Hohenpeißenberg

Neuer Pausenspaß für 100.000 Euro

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An der Hohenpeißenberger Primus-Koch-Grundschule stand das Sommerfest ganz im Zeichen einer neuen Attraktion: Feierlich wurde nämlich das Klettergerüst offiziell in Betrieb genommen und eingeweiht.

Hohenpeißenberg – Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrvikar Paul Nwandu und die evangelische Pfarrerin Bettina Mogk. Schulleiterin Doris Graf und Bürgermeister Thomas Dorsch begrüßten die anwesenden Eltern und Kinder. Im Anschluss ließen es sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen, am Buffet des Elternbeirats und bei Spielen gut gehen, der Schulchor umrahmte das Fest mit Liedern.

Das Spielgerät ist wesentlicher Bestandteil der Umgestaltung des Pausenhofs. Die Sanierung des Areals ließ sich die Gemeinde immerhin rund 100.000 Euro kosten, bilanziert Rathauschef Dorsch. Für das Geld gab es eine neue Asphaltierung. Die war nach all den Jahren nötig geworden. Vorbei die Zeiten, als es dort noch buckelig war, sich bei Regen Pfützen bildeten und Stolperstellen auf die Schüler warteten. Vor allem aber erfuhr der Spielbereich „eine komplette Neugestaltung“ und Erweiterung, wie der Bürgermeister berichtet. In das große Kletter-Mikado investierte die Kommune etwa 10.000 Euro.

Hohenpeißenbergs Rathauschef freute sich darüber, dass das Bauprojekt stark unterstützt wurde. Auch Rektorin Doris Graf bedankte sich in ihrer Ansprache ausdrücklich für die finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung. Allein 10.000 Euro gingen an Spenden von Vereinen und Privatpersonen ein, sagt Thomas Dorsch. Darüber wurde „sehr viel Eigenleistung“ beim Spielplatzbau geleistet, gerade die Eltern halfen tatkräftig mit. Die Gemeinde stellte zudem einen Teil des benötigten Holzes aus eigenen Beständen zur Verfügung, was auch die Kosten drückte.

Die Idee zu dem Klettergerüst war aus den Reihen der Schüler entstanden. Vor sechs Jahren wurde ein ähnliches Gerät an der Weilheimer Ammerschule in Augenschein genommen, berichtet die Rektorin. Daraus wurde laut Graf eine echte Gemeinschaftsaktion: Es gab zwar einen Fachplaner, aber die Schüler konnten ihre Idee aktiv miteinbringen. „Es wurde Etliches übernommen“, so die Schulleiterin. Außerdem besuchte eine Klasse zusammen mit der Rektorin extra die Gemeinderatssitzung, bei der der Beschluss zur Anschaffung auf der Tagesordnung stand, wie Gemeinderat Rudi Hochenauer berichtet. „Der Beschluss zur Beschaffung wurde dann auch einstimmig gefasst“, so Hochenauer. Auch während der dreitägigen Bauzeit Ende April schauten die Kinder immer wieder vorbei und gaben Anregungen. Beim Aufbau der Akazienholz-Konstruktion halfen neben dem Bauhof fünf Eltern mit.

Für die Rektorin bietet das große Spielgerät nicht nur optisch eine Menge („Es wirkt sehr natürlich“), sondern fördere bei den Benutzern auch Konzentration und Koordination. Und die soziale Kompetenz, wie Graf betont: „Man muss beim Klettern Rücksicht nehmen.“

An der Hohenpeißenberg Primus-Koch-Grundschule werden derzeit 97 Erst- bis Viertklässler in vier Klassen unterrichtet. Die Kinder haben nun ein tolles Spielgerät, dass sie bei der Einweihung nach einem gemeinsamen Gebet gleich enterten.

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