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Die ehemalige Sparkasse wird derzeit zum Kinderhaus umgebaut.

In Hohenpeißenberg

Haushalt mit einem Quantum Optimismus

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Während bei der Verabschiedung des Haushaltes für das vergangene Jahr die Corona-Folgen noch nicht zu spüren waren, zeigen sie sich beim Haushalt für das Jahr 2021 deutlich. Noch waren keine Steuererhöhungen nötig, doch wie lange das so weiterlaufen kann, ist unklar.

VON KATHRIN HAUSER

Hohenpeißenberg – „Wir haben versucht, einen Haushalt zu stricken, ohne an der Steuerschraube zu drehen – mit einem Quantum Optimismus“, sagte Bürgermeister Thomas Dorsch (Parteilose), nachdem die Kämmerin Martina Rauch den Entwurf für die Haushaltssatzung für das Jahr 2021 vorgestellt hatte. „Wir haben in den vergangenen Jahren schon gesagt, dass wir auf die Wirtschaft angewiesen sind, um das so halten zu können“, sagte Dorsch weiter.

Mit diesem wirtschaftlichen Einbruch, der durch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen, die zu ihrer Eindämmung getroffen wurden, verursacht haben, habe keiner rechnen können. Wann sich die Wirtschaft erhole und wenn ja, wie es anschließend weitergehe, werde man sehen, so der Bürgermeister: „Das ist alles Kaffeesatzlesen.“ Wenn es nicht gelinge, dass die Einnahmen wieder wachsen, weil sich die Wirtschaft nach und nach erhole, dann sei es nötig andere Einnahmequellen zu erschließen. „Dann müssen wir schauen, wo können wir etwas erwirtschaften, wo können wir sparen und wo sind Kredite nötig“, sagte der Bürgermeister.

„Wann wäre denn die Deadline, etwas zu erhöhen?“, fragte Gemeinderat Rupert Weingartner (CSU). „Wir hängen in der Luft, weil der Staat nicht kommuniziert, ob und wenn ja, wie viel Unterstützung es für dieses Jahr für die Kommunen gibt“, antwortete der Bürgermeister: Es ist einfach eine unsichere Zeit.“ Die Entscheidung, die Steuern zu erhöhen werde in Hohenpeißenberg nicht leichtfertig gefällt. Die Hebesätze im Ort gehörten zu den niedrigsten im ganzen Landkreis. „Das soll ein Zeichen dafür sein, wie sehr wir unsere Betriebe schätzen“, so Dorsch. Bislang sei es immer gelungen, diesen niedrigen Hebesatz anzubieten.

Anschließend stimmte der Gemeinderat Hohenpeißenberg der vorgestellten Haushaltssatzung einstimmig zu. Der Haushalt für das laufende Jahr 2021 hat ein Gesamtvolumen von 10,75 Millionen Euro, davon entfallen 7,3 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 3,15 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Als größte Investition wurden die Kosten für den Erwerb (730 000 Euro) und den Umbau (800 000 Euro) des ehemaligen Sparkassengebäudes in ein Kinderhaus in den Haushalt eingestellt. Unter anderem wurden für die Digitalisierung der Grundschule wurden 50 000 Euro veranschlagt, für Online-Dienste und den Glasfaseranschluss des Rathauses 42 000 Euro.

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