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Engagieren sich im Tourismus: (h.v.l.) Susanne Lengger (Geschäftsführerin Tourismusverband), Christian Prokosch (Kassier und Schriftführer), Helmut Killisperger (Revisor), Johanna Wiedemann (Beisitzerin), Gisela Lang (Beisitzerin), Bürgermeister Thomas Dorsch, (v.v.l.) Maria Probost (Revisor), Rosemarie Habersetzer (Beisitzerin), Eva Rößle (Vorsitzende), Uschi Oberstolz (zweite Vorsitzende) und Anneliese Krätz (Beisitzerin). 

Verkehrsverein

Der Hohe Peißenberg zieht an

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Hohenpeißenberg - Der Hohe Peißenberg ist nach wie vor interessant. Der Verkehrsverein verzeichnete 2015 mehr Übernachtungen.

 Die Menschen in der Region lieben ihn. Der Hohe Peißenberg zieht zahlreiche Tagesausflügler an. Aber auch aus der Ferne kommen einige Urlauber. Wie viele im Ort übernachten, war beim Verkehrsverein Hohenpeißenberg zu hören. Bei dessen Hauptversammlung standen zudem Wahlen auf der Tagesordnung. Der neue Vorstand ist größtenteils der alte. Einzig Schriftführerin Esther Gebhard trat nicht zur Wiederwahl an – sie nimmt seit Anfang des Jahres keine Urlauber mehr in ihrer Unterkunft auf. Ihren Posten übernahm Christian Prokosch, der obendrein auch Kassier ist. Vorsitzende bleibt Eva Rößle.

Rößle stellte auch die aktuellen Zahlen vor. 2015 hätte es demnach 1734 Gästeankünfte in Hohenpeißenberg gegeben – im Vorjahr waren es noch 68 mehr. Dafür gab’s bei den Übernachtungen ein Plus: Hier wurden 3776 gezählt, 437 mehr als noch 2014. Die Verweildauer stieg damit von 1,9 auf 2,1 Tage an. „Familien machen jetzt nicht mehr vier Tage Urlaub an einem Ort, sondern bleiben wieder ein bis zwei Wochen“, sagte Rößle, die selbst Ferienwohnungen anbietet, im Gespräch mit dem „Tagblatt“. Eine Entwicklung, die sie freut – das mache den Vermietern die Arbeit und vor allem die Planung ein wenig leichter.

Eine wichtige Rolle für den Ort spielen aber auch die Pilger. „Es werden mehr“, hat Rößle festgestellt. Vor allem Menschen bis 25 Jahre und ab dem 45. Lebensjahr würden auf diese Weise versuchen, zu sich selbst zu finden. Acht Gastgeber bieten für diese Reisenden Zimmer für eine Nacht an. Insgesamt gibt es in Hohenpeißenberg drei Gästehäuser und zehn Ferienwohnungen beziehungsweise -häuser. Viel ist das nicht. Was fehlt „ist ein großes Hotel, aber das fehlt der ganzen Region“, sagte Bürgermeister Thomas Dorsch auf Nachfrage. Ein „Verlust“ sei es auch, dass die „Villa Musica“ nun keine Urlauber mehr aufnehme. Dort leben seit Anfang des Jahres Flüchtlinge. Der Rathauschef bedauert die Entscheidung der Vermieter. „Die Gäste waren mit der ,Villa Musica’ sehr zufrieden“, sie sei ein „attraktiver Beherbergungsbetrieb“ gewesen. „Und auch immer gut besucht“, sagt Dorsch.

Dem Rathauschef ist aber auch bewusst, dass Hohenpeißenberg ein „klassischer Tagestourismusort“ ist. Dank des Berges, des Bergbaus und des angelegten Badesees entwickle er sich sehr positiv. „Wir haben viele Ausflügler“, sagt Dorsch, der auch bei der Versammlung des Verkehrsvereins dabei war. Dessen Mitglieder „unterstützen uns immer wieder“, lobt der Rathauschef. Eine ihrer Ideen hat Dorsch erst kürzlich umsetzen können. Denn als Wind- und Sonnenschutz hatte der Verein eine Hecke am Badesee vorgeschlagen. Praktisch, dass am Schächengelände gerade eine weichen musste. Und so wurde eine rund 2,5 hohe und etwa 12 Meter lange Hainbuchenhecke kurzerhand umgepflanzt.

Im Gegenzug werden sich die 60 Mitglieder des Verkehrsvereins nun für das Schächengelände Gedanken machen. „Da könnte sich der Verein einbringen“, sagte Rößle. Zum Beispiel mit einer Skulptur.

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