Wurde bereits am Hohenpeißenberger Badesee getestet und für gut befunden: der Strand- und Gelände rollstuhl, den die Gemeinde nun anschaffen will. 

Inklusion in Hohenpeißenberg

Ein Strand-Rollstuhl für den Badesee

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Eine besondere Anschaffung hat die Gemeinde Hohenpeißenberg demnächst vor. Nach einem Beschluss des Gremiums wird ein Strand- und Geländerollstuhl für den Badesee gekauft, damit behinderte Menschen nicht nur an, sondern auch gut in den Stiefelweiher kommen können.

Hohenpeißenberg – „Es wäre eine optimale Geschichte, um auch behinderten Leuten den Zugang zum See zu erleichtern“, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch. Er warb bei seinen Gemeinderäten dafür, der Anschaffung eines Strand- und Geländerollstuhles zuzustimmen. 

Damit würde der Hohenpeißenberger Badesee noch behindertenfreundlicher als er es ohnehin schon sei, so Dorsch: „Der Badesee wurde behindertengerecht gebaut.“ Es gebe eine barrierefreie Toilette und der Zugang zum Parkplatz, zum Kiosk und zum Badegelände sei ebenfalls barrierefrei gestaltet worden. „Unser Badesee wird von vielen, die in der Mobilität eingeschränkt sind, besucht“, sagte der Bürgermeister. Da sei ein Strand- und Geländerollstuhl zum Ausleihen noch ein weiterer Pluspunkt im Bezug auf Behindertenfreundlichkeit am Stiefelweiher. Mithilfe des Stuhls können behinderte oder in der Mobilität eingeschränkte Menschen ins Wasser rollen, den Stuhl stehen lassen, schwimmen und ihn anschließend wieder aus dem Wasser herausfahren.

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Die Gemeindeverwaltung und Bürgermeister hatten sich ausgiebig im Vorfeld darüber informiert, welche Modelle an Strand- und Geländerollstühlen infrage kommen, sich Empfehlungen von Behindertenverbänden eingeholt und sich überlegt, welche Voraussetzungen das Gerät erfüllen müsste.

Die Wahl fiel auf einen Rollstuhl, der geländegängig, zerlegbar sowie chlor- und salzwassertauglich ist. Das Gerät ist so konstruiert, dass es nicht einsinken kann. Das ausgewählte Modell kostet 3416 Euro. Dorsch erläuterte, dass die Anschaffung dann in der Behindertentoilette einen Platz haben soll, wo sie kostenlos ausgeliehen und nach dem Schwimmen wieder zurückgebracht werden kann. Die Toilette für Behinderte kann nur mit einem Euroschlüssel geöffnet werden, sodass nicht jeder sich den Rollstuhl einfach nehmen kann.

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Um ganz sicher zu gehen wurde der Strand- und Geländerollstuhl bereits von behinderten Menschen am Badesee getestet. „Wir haben ihn getestet und für gut befunden“, sagte Dorsch. Kämmerin Martina Rauch möchte sich noch um Zuschüsse für die Anschaffung bemühen.

Die Gemeinderäte reagierten mit Zustimmung auf Dorschs Vorschlag: „Das ist eine sehr gute Hilfe für Behinderte“, sagte etwa Christine Summer (Aufwind). „Das ist eine gute Sache“, lobte auch die zweite Bürgermeisterin Gerlinde Rasch (CSU). Sie beschlossen einstimmig, den Strand- und Geländerollstuhl für den Badesee anzuschaffen. Die im Gemeinderat für Inklusion zuständige Referentin, Gabriela Seitz-Hoffmann (Aufwind) bedankte sich anschließend bei ihren Kollegen für diesen Entschluss.

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