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Präsentieren die neuen digitalen Tafeln: (v.l.) Schulleiter Stefan Schmid, Kämmerin Martina Rauch und Bürgermeister Thomas Dorsch.

Fünf neue Whiteboards

Hohenpeißenberg: Grundschule bekommt digitale Tafeln

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Der Fortschritt hat Einzug gehalten in der Grundschule in Hohenpeißenberg: Fünf Klassenzimmer wurden mit digitalen Tafeln ausgestattet. An deren Seiten hängen nach wie vor grüne Tafeln, die nur mit Kreide beschrieben werden können.

Hohenpeißenberg– Auf den ersten Blick ist das Klassenzimmer der Klasse 1 und 2a der Hohenpeißenberger Grundschule ein ganz gewöhnlicher Klassenraum: An den Fensterscheiben kleben Papierblumen, an der Rückwand des Klassenzimmers prangen die Buchstaben des Alphabets, daneben hängen Basteleien der Schüler, in einem ausgeschnittenen Baum sind auf Kartons die „Klassenaufgaben“ aufgeführt und die Namen derer, die die verschiedenen Jobs zu erledigen haben: Unter anderem „Blumendienst“, „Datum- und Wetterdienst“ und „Tafeldienst“ gilt es zu übernehmen.

Die Buben und Mädchen, die in den vergangenen Wochen die Aufgabe hatten, die Tafel sauberzuhalten, hatten dabei weniger zu tun als ihre Vorgänger, denn kurz nach den Pfingstferien hat die moderne Technik Einzug gehalten. Seitdem hängen digitale Tafeln in der Grundschule Hohenpeißenberg, die nicht saubergewischt werden müssen.

Neue Tafeln, neue Möglichkeiten

„Damit hat man ganz andere Möglichkeiten“, sagte Rektor Stefan Schmid, als er kürzlich die Neuerung in seiner Schule präsentierte. „Derzeit benutzen wir die digitalen Tafeln dazu zu visualisieren und zu präsentieren“, sagte Schmid. Zum Beispiel seien mit den „Whiteboards“, wie diese Tafeln auch genannt werden, in Verbindung mit Dokumentenkameras Tageslichtprojektoren überflüssig geworden, Filme und Bilder könnten über die „Mebis“-Plattform problemlos gezeigt werden. Bislang war ein umständliches Ausleihverfahren notwendig. Die ganze Unterrichtsvorbereitung könne auf einen Stick gespeichert und dann im Klassenzimmer an die Tafel projiziert werden. „Alles, was sich mit einem Computer machen lässt, kann man im Prinzip auch damit machen“, sagte Schmid. Zwei Aktivboxen sorgen für den guten Ton zu den Bilden.

Anschaffung kostete rund 22 000 Euro

Es gibt derzeit vier Klassen an der „Primus-Koch-Grundschule“, fünf Klassenzimmer wurden mit der neuen Technik ausgestattet, falls die Schülerzahlen steigen. Für jeden Klassenraum wurden ein Laptop, ein Beamer, eine Dokumentenkamera und das entsprechende Tafel- und Rahmensystem angeschafft.

„Ich bin der Gemeinde schon sehr dankbar“, sagte Schulleiter Schmid, „das ist ein Premiumprodukt.“ „Wenn wir was machen, dann sollten wir es auch gscheid machen“, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch darauf. 22 000 Euro hat diese Anschaffung die Gemeinde Hohenpeißenberg gekostet, rund 9400 Euro an Förderung aus dem Digitalbudget des Freistaats Bayern stehen schon fest, vielleicht wird es noch mehr.

Auch wenn sich auf die neuen digitalen Tafeln mit einem Stift oder sogar mit dem Finger schreiben lässt – auf die gewohnten grünen Tafeln, die nur mit Kreide beschrieben werden können, müssen Lehrer und Schüler dennoch nicht verzichten: An den Seiten des Whiteboards sind diese nach wie vor angebracht. „Das war auch so mit den Kollegen abgesprochen“, sagte Schmid.

Und wie finden die Hohenpeißenberger Grundschüler die neuen Tafeln? „Die Kinder finden sie natürlich toll“, sagte Schmid.

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