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Bürgermeister Thomas Dorsch und der Leiter des Bauamtes, Stefan Fischer auf dem Teil des „Grünen Kragens“ in dem die Bauarbeiten bereits begonnen haben. 

Hohenpeißenberg: Jetzt geht’s an den „Grünen Kragen“

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Wie der „Grüne Kragen“ um den „Schächen“ in Hohenpeißenberg aussehen soll, ist seit Mai im vergangenen Jahr beschlossene Sache. Jetzt geht es an die Umsetzung. Die Bauarbeiten haben im „Obstgarten“ genannten Bereich begonnen.

 Damit, dass nun der Bagger im westlichen Bereich des „Schächengeländes“ steht und mit den Bauarbeiten für den „Grünen Kragen“ begonnen wird, dürfte für viele Hohenpeißenberger ein Wunsch in Erfüllung gehen. Denn sowohl die Idee, dass im größten Dorf des Landkreises ein neues Ortszentrum entstehen soll, als auch der Grüne Kragen um den „Schächen“ herum und dessen Gestaltung sind Ergebnisse aus zwei Bürgerwerkstätten, die im Jahr 2016 zum „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) und im Jahr 2017 zur Gestaltung des Geländes um den „Schächen“ stattgefunden haben.

Die Ideen wurden von den Planungsbüros, die sich mit dem „Grünen Kragen“ befassten, gesammelt und so weit möglich auch berücksichtigt. Im Mai 2019 hat der Hohenpeißenberger Gemeinderat dann beschlossen, wie der „Grüne Kragen“ um das „Schächengebäude“ aussehen soll, vergangene Woche wurde mit den Bauarbeiten begonnen, wie Bürgermeister Thomas Dorsch und Bauamtsleiter Stefan Fischer vor Ort erläuterten

„In den ersten vier Wochen wird im ,Obstgartenbereich’ gearbeitet“, sagte Fischer. Die alten Obstbäume dort im westlichen Teil des „Schächen“-Geländes bleiben stehen. Die Mauer, die sich zum Zeil bereits durch das Gelände zieht, „wird ertüchtigt als weitere Sitzgelegenheit“, so Fischer: „Und es kommen noch etliche Bepflanzungen dazu wie zum Beispiel Bodendecker und Stauden.“ Im unteren Teil der Fläche Richtung Hauptstraße soll noch eine Blühwiese angepflanzt werden, die das Auge und die Bienen erfreut. Der „Obstgarten“ soll ein Platz werden, an dem sich Schulklassen, Kindergartengruppen und alle Hohenpeißenberger Bürger gerne aufhalten. „Das wird recht idyllisch“, sagte Dorsch.

Nach dem „Obstgarten“ folgen die Arbeiten im „Ehemaligen Biergarten“, der inzwischen auch „Fest- und Feier-Bereich“ genannt wird, wo für die Hohenpeißenberger ein Platz geschaffen werden soll, der sich zum Picknicken, Feiern und Zeit-Verbringen eignen soll. Dort soll ein Pavillon gebaut werden, der für Feste und Konzerte genutzt werden kann, dort sollen Holztische und -bänke aufgestellt werden. „Hier ist der allergrößte Teil barrierefrei“, sagte Fischer: „Für die Arbeiten dort haben wir sechs Wochen vorgesehen.“

Anschließend sollen die Arbeiten im dritten Teil des „Grünen Kragens“ beginnen, dem „Aktiv-Bereich“, wo es unter anderem einen Spielplatz mit einer Geländerutsche und einen Trinkbrunnen geben soll. Auf dem gesamten Gelände sollen etliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden zum Beispiel mit Bänken und Natursteinblöcken.

Während der Bauarbeiten für den „Grünen Kragen“ muss die Fußgängerampel vor dem Schächen für rund vier Wochen stillgelegt werden, wie Fischer jetzt schon ankündigt. Allerdings sei das erst nötig, wenn hinter dem Schächengebäude gebaut werde, so Fischer. Er rechnet damit, dass die baulichen Anlagen vor der Sommerpause erledigt sind, falls nicht die Corona-Krise die Arbeiten verzögern. Im Herbst sollen die Bepflanzungen folgen. „Im Sommer nächstes Jahr müsste der ,Grüne Kragen’ in voller Pracht zur Verfügung stehen“, so der Bauamtsleiter.

Insgesamt kosten diese Arbeiten 647 000 Euro. Bei ersten groben Planungen war mit Kosten von 500 000 Euro gerechnet worden. Rund 60 Prozent der Kosten werden durch Fördergelder finanziert, sodass voraussichtlich 40 Prozent von der Gemeinde Hohenpeißenberg übernommen werden müssen.

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