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Viel Regen wurde im August verzeichnet. 

Bericht des Observatoriums auf dem Hohen Peißenberg

Drittwärmster Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

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Mit dem August endete auch der Sommer – zumindest kalendarisch. Wetterbeobachter Siegmar Lorenz blickt auf den vergangenen Sommer zurück, der nach den Jahren 2003 und 2015 der drittwärmste war seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Hohenpeißenberg– Auch, wenn das Thermometer in Deutschland ein paar Tage lang über die 40 Grad Marke stieg, der vergangene Sommer war nicht der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Observatorium auf dem Hohen Peißenberg im Jahr 1781.

Die Durchschnittstemperatur des Sommers betrug 17,7 Grad. Der atlantische Einfluss war in diesem Sommer schwach ausgeprägt. Die Tiefdrucktätigkeit wurde durch relativ hohe Wassertemperaturen im Nordatlantik geschwächt, welche die Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd verringerten. Stattdessen dominierten Strömungsmuster, die die Entstehung der Hitzewellen begünstigten. Stationäre Wetterlagen führten daher zu Regenschauern und Gewittern, die regional sehr unterschiedlich verteilt waren und keinen flächendeckenden Dauerregen brachten.

Die Monatsbilanz für den August lesen Sie hier: Observatorium Hohenpeißenberg verzeichnet außergewöhnlichen August

Während der Juni bei uns um 5,6 Grad zu warm ausfiel, lagen der Juli und der August 2,8 Grad und 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Der Sommer auf dem Hohen Peißenberg konnte mit 26 Sommertagen – Maximaltemperetaur über 25 Grad – aufwarten, wovon fünf heiße Tage – Maximaltemperaturen über 30 Grad Celsius – waren. Die heißeste Lufttemperatur wurde am 24. Juli mit 31,9 Grad gemessen. Am kältesten war es am 10. Juli mit 7,6 Grad. Bemerkenswert war die extreme Hitzewelle vom 24. bis 26. Juli über Deutschland, bei der täglich 40 Grad überschritten wurden. An einem Tag meldeten 15 Wetterstationen diese Überschreitung.

Juni und Juli fielen auf dem Hohen Peißenberg sehr trocken aus

Juni und Juli fielen mit nur 30 Prozent beziehungsweise 66 Prozentder langjährigen Niederschlagserwartung sehr trocken aus. Der August dagegen konnte sein Soll sogar um 17 Prozent überschreiten. Bayern war das zweitniederschlagsreichste Bundesland in diesem Sommer. Sehr sonnenscheinreich war der Juni. Mit 313 Sonnenstunden ist er der sonnigste Juni seit Bestehen dieser Messreihe im Jahr 1937. Der Juli lag mit 106 Prozent leicht über dem langjährigen Mittel der Sonnenscheindauer, während der August dem langjährigen Mittel entsprach. Jeder Sommermonat endete mit einem deutlichen Überschuss an Wärme und Sonnenschein – und das nicht nur auf dem Hohen Peißenberg sondern in ganz Deutschland.

Siegmar Lorenz, Wetterbeobachter

Interessantes aus Hohenpeißenberg: Hangrutsch an Umfahrung Hohenpeißenberg

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