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Die meisten fahren vernünftig, es gibt aber immer wieder auch Raser auf der Bergstraße. 

Hohenpeißenberg: Raser auf Bergstraße im Visier der Polizei

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Die rasenden Autos, Motorradfahrer und Radler auf der Straße zum Hohen Peißenberg waren erneut Thema im Hohenpeißenberger Gemeinderat. Dabei wurde auch darüber diskutiert, ob es einen neuen Vorstoß für ein Tempolimit auf der Bergstraße geben soll.

Hohenpeißenberg – Bis zum Frühjahr 2012 gab es eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Bergstraße, die vom Ort Hohenpeißenberg auf den Berg führt. Es war untersagt, dort schneller als 60 Kilometer pro Stunde (km/h) zu fahren. Auf Anregung des bayerischen Innenministeriums wurden damals alle Geschwindigkeitsbeschränkungen auf ihre Notwendigkeit hin überprüft. Die Geschwindigkeit zu beschränken sollte nur noch an Stellen zulässig sein, die eine versteckte Gefahrenlage aufweisen. Auf der Bergstraße in Hohenpeißenberg sei diese nicht gegeben.Seitdem ist es erlaubt, den Berg mit bis zu 100 km/h herauf- oder hinunterzurasen.Statt auf ein Tempolimit zu setzen, wurde an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appelliert.

Offenbar erfolglos – wie sich in der jüngsten Sitzung des Hohenpeißenberger Gemeinderates wieder zeigte: Gemeinderat Rupert Weingartner (CSU/Parteilose) berichtete davon, dass er von Hohenpeißenberger Bürgern gefragt worden war, ob sich nichts gegen die Motorrad- und Autofahrer unternehmen lasse, die auf den Hohen Peißenberg und wieder hinunter rasen würden – teilweise unter großem Getöse. „Grad an den Wochenenden gibt es besonders viele Rennfahrer“, sagte Weingartner.

„Rudolf Hochenauer hat das auch schon angesprochen“, sagte Bürgermeister Thomas Dorsch: „Das ist ein großes Problem, nicht nur am Berg, auch auf den Zubringern.“ Der Lärm, der dadurch verursacht würde, sei ebenso ein Problem wie die hohe Geschwindigkeit. Hochenauer kennt sich mit den Gepflogenheiten am Hohen Peißenberg gut aus, denn der SPD-Gemeinderat wohnt direkt an der Bergstraße. Er hatte immer wieder moniert, dass diese Straße als Rennstrecke missbraucht wird.

Insbesondere nachts zieht es nach Beobachtung von Anwohnern und Besuchern viele Raser und Rennfahrer auf den Hohen Peißenberg. „Die Bergstraße ist ein bissl ein Hotspot geworden für Autorennen“, sagte Dorsch im Anschluss an die Gemeinderatssitzung. Weil diese Entwicklung Sorge bereitet, hat sich die Gemeinde schon an die Polizei gewandt, mit der Bitte, die Bergstraße besonders zu beobachten, sagte Dorsch. Die Polizei nehme dieses Thema an und habe reagiert: „Es ist ein Mitarbeiter dran, dass sich hier nicht eine nächtliche Raserszene entwickelt.“ Künftig werde dort verstärkt kontrolliert, sagt Dorsch: „Die Raserszene soll eingebremst werden.“

Nachdem die Raserei auf der Bergstraße im gesamten Gemeinderat als Problem gesehen worden war, hatte sich die Gemeinde vor ein paar Jahren an die Fachbehörden gewandt, mit der Bitte, erneut ein Tempolimit festzusetzen. „Die Fachbehörden lehnen das ab mit der Argumentation, dass sich damals eh keiner daran gehalten hat“, erklärte Dorsch. Zudem begründeten sie ihre Entscheidung damit, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen dazu verleiten würden, so schnell zu fahren, wie es erlaubt ist, und Tempo und Fahrweise nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen. Es sehe für ein Tempolimit auch deswegen schlecht aus, weil bei Messungen festgestellt worden sei, dass sich der größte Teil der Verkehrsteilnehmer korrekt verhalte.

Gemeinderat Hermann Summer (Aufwind) schlug vor, doch noch einmal einen Vorstoß in Richtung Tempolimit zu wagen: „Ich finde, es wäre schon eine Idee, noch einmal eine Tempobegrenzung zu beantragen.“ Dorsch machte wenig Hoffnung auf Erfolg. Die Bemühungen der Gemeinde in diese Richtung seien noch nicht lange her: „Es hieß damals, die Straße sei kein Unfallschwerpunkt und das Tempolimit wurde abgelehnt“, sagte der Bürgermeister.

Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte er nach der Gemeinderatssitzung, dass das Thema dennoch wieder aufgegriffen werden könnte. Die Gemeinde würde ein Tempolimit auf der Bergstraße durchaus begrüßen, so der Bürgermeister. „Man muss sich wundern, dass so wenig passiert.“

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