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Diakon Dietmar Pohl, weihte die Hohenpeißenberger Bücherzelle ein. (Die Schulkinder wurden aus rechtlichen Gründen ausgeblendet) 

Hohenpeißenberg

Telefonzelle wird „Mobile Bücherzelle“

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Hohenpeißenberg - Telefonzellen sind überflüssig? Dass das nicht stimmt, beweist die Idee der "Bücherzelle", die in Hohenpeißenberg umgesetzt wurde:

Telefonzellen werden seit Jahren allerorts abgebaut, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Nicht mehr gebraucht? Von wegen. In Hohenpeißenberg wurde am Mittwoch eine solche Zelle von Diakon Dietmar Pohl eingeweiht. Allerdings dient die nicht zum Telefonieren – sondern als „mobile Bücherzelle“. In der können sich Leseratten Werke ausleihen und nicht mehr benötigte Bücher reinstellen.

Hohenpeißenbergerin sah "Bücherzelle" in Regensburg

Die Idee dafür hatte Astrid Schwarz, als sie mit ihrer Familie in der Nähe von Regensburg eine Bücherzelle sah. „Wir fanden die toll“, sagt die Hohenpeißenbergerin und schlug sie für ihren Ort vor. Der sei schließlich lang gezogen – „und Lesen verbindet“.

Der Vorschlag kam gut an. Die Gemeinde übernahm die Kosten und bestellte eine der alten „Telekom“-Telefonzelle, die in der Nähe von Potsdam gelagert werden. Im Bauhof gestaltete Schwarz die Außenseite, unter tatkräftiger Hilfe von Bauhofvorarbeiter Rupert Fischer. Die Zelle ist nun ganz individuell mit Bücheransichten verziert. Um das Innenleben kümmerte sich Holz-Künstler Michael Pratsch. Er baute Regale hinein. Auch die Gemeinde- und Pfarrbücherei ist mit im Boot – sie kümmert sich darum, dass in der Bücherzelle auch künftig immer etwas geboten ist. Schon jetzt sind Werke für jedes Alter vorhanden – es gibt „Die drei ???“ ebenso wie „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. 

Die Bücherzelle

ist nur in den Sommermonaten aufgestellt. Heuer steht sie am Rathaus (22. Juni bis 22. Juli) am Haus der Vereine (23. Juli bis 26. August) und am „Wolle & sonstno“ (27. August bis 7. Oktober).

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