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Wohin soll Hohenpeißenberg wachsen? Diese Frage stellt sich in den kommenden Jahren. 

Hohenpeißenberg

Hohenpeißenberg wächst – aber wohin?

Hohenpeißenberg verändert sich in den kommenden Jahren gewaltig – allein, weil um den Schächen herum eine neue Ortsmitte entstehen soll. Und die Gemeinde wächst, wie Bürgermeister Thomas Dorsch bei der Bürgerversammlung kürzlich ausführte.

Es liegen rund 57 Kilometer Luftlinie zwischen München und Hohenpeißenberg, die Fahrstrecke ist etwa 70 Kilometer lang – eine beträchtliche Entfernung, möchte man meinen. Doch die steigenden Miet- und Immobilienpreise in der Landeshauptstadt wirken sich unmittelbar auf das Dorf am Hohen Peißenberg aus, wie Bürgermeister Thomas Dorsch in der Bürgerversammlung im voll besetzten „Haus der Vereine“ berichtete: „Wir sind kräftig gewachsen und haben in kurzer Zeit um 100 Einwohner zugelegt.“

Das sei für die Größe der Gemeinde sehr beachtlich, so Dorsch. Der Siedlungsdruck Münchens wirke offensichtlich bis Hohenpeißenberg. Die Gemeinde sei ohnehin –abgesehen von den Städten und Märkten – die größte Gemeinde im Landkreis und werde höchstwahrscheinlich in den kommenden Jahren noch weiter wachsen. „Ich denke, wir müssen uns überlegen, wie wir weiter wachsen wollen und wo wir Baugebiete ausweisen“, sagte Dorsch in seinem Bericht bei der Bürgerversammlung. Hohenpeißenberg hat mit 4147 Einwohnern heuer zum ersten Mal die 4000er-Grenze überschritten, obwohl im vergangenen Jahr auch 210 Bürger wieder weggezogen sind.

Aus diesem Grund müsse auch bezüglich der beiden Kindergärten überlegt werden, wie es weitergehe, so Dorsch. „Die Kindergärten sind – wir freuen uns darüber – voll.“ Weil aber damit zu rechnen sei, dass immer mehr Buben und Mädchen in Hohenpeißenberg in Kindergärten betreut werden müssten, sei klar, dass mehr Raum und mehr Personal nötig sei: „Es ist unsere Aufgabe, eine zukunftsfähige Lösung zu finden – vielleicht mit der Schule zusammen.“ Dort gebe es derzeit einige freie Räume. Im kommenden Jahr solle es erst einmal eine Notgruppe im „Haus der Vereine“ geben, so Dorsch.

Auch an anderer Stelle wird der Platz in Hohenpeißenberg schon wieder eng. Wie berichtet, muss die Urnenwand auf dem Friedhof erweitert werden.

Weil davon auszugehen ist, dass Hohenpeißenberg künftig mehr Fläche gut gebrauchen kann, hat die Gemeinde auch zugeschlagen, als sich ihr jüngst die Möglichkeit bot, das 3500 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen amerikanischen Sendestation am Hohen Peißenberg für 35 000 Euro zu kaufen. „Das war ein absoluter Schnäppchenpreis“, sagte Dorsch. Nachdem der Mast 1995 abgebrochen worden war, war das Eigentum an die Bundeswehr übergegangen.

Zunächst werde das Gelände als Vorhalte- und Lagerfläche für den Friedhof genutzt, so Dorsch. Die ersten Nutzer seien nun die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins, die das Gebäude auf dem Grundstück für Bindearbeiten nutzen dürfen. Bislang war das Gebäude dort versperrt. Im Frühjahr soll es einen Tag der offenen Tür geben, bei dem sich die Hohenpeißenberger die neue Anschaffung anschauen können. „Wir werden in Ruhe überlegen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt“, sagte der Bürgermeister.


Kathrin Hauser

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