"Telekom ist schuld"

Rathaus ohne Internet

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Hohenpeißenberg - Die Gemeinde Hohenpeißenberg ist seit Tagen ohne Internet. Und das wird sich auch so bald nicht ändern.

Bürgermeister Thomas Dorsch ist mächtig genervt. Seit 1. Oktober hat das Hohenpeißenberger Rathaus keinen Internetzugang mehr – und in den nächsten Tagen wird sich daran auch nichts ändern. „Wir sind vollkommen abgehängt“, sagt Dorsch. Und das alles, weil beim Anbieter, der „Deutschen Telekom“, etwas schiefgelaufen ist. So beschreibt es der Rathauschef. Vom Unternehmen selbst war gestern keine Stellungnahme zum konkreten Fall zu bekommen.

Laut Dorsch jedenfalls wurde von einem „Telekom“-Mitarbeiter „eine falsche Eingabe getätigt“ – und der Vertrag zwischen Unternehmen und Gemeinde damit gekündigt. Seit Samstag ist der Internetanschluss im Rathaus abgeschaltet. Es kommen keine E-Mails an, Pässe können nicht beantragt, An- und Ummeldungen nicht vorgenommen werden. „Das ist ein Wahnsinn für uns. Wir sind komplett lahmgelegt“, schimpft Dorsch. „So was kann man sich nicht vorstellen.“

Die Rathaus-Mitarbeiter versuchen laut Dorsch derweil das abzuarbeiten, was ohne Internet geht. Auch dem Bürgermeister selbst erschwert die Situation die Arbeit – die Anmeldungen für die Einweihung der Wallfahrtskirche am 16. Oktober hat Dorsch beispielsweise in seinen dienstlichen Mails. Die kann er aber nur im Rathaus abrufen. „Wir planen nun ins Blaue hinein.“ Andere Themen – beispielsweise notwendige Stellungnahmen – bleiben liegen.

Bis sich an der Situation was ändert, dauert’s. Dorsch sagt, er habe erst für Freitag, 14. Oktober, einen Termin für den neuen Anschluss bekommen.

Bleibt’s dabei, muss die Gemeinde zwei Wochen ohne Internet auskommen. „In Notfallsituationen bitten wir Nachbargemeinden, ob sie einen Pass ausstellen können“, sagt Dorsch. Er hofft, dass das nur selten notwendig wird.

Rubriklistenbild: © DPA

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