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Gabriela Seitz-Hoffmann tritt bei der Bundestagswahl gegen Alexander Dobrindt an. 

Bundestagswahl 2017

Zweidrittelmehrheit für Seitz-Hoffmann

Landkreis - Gabriela Seitz-Hoffmann ist die Kandidatin von "Bündnis 90/Die Grünen" bei der Bundestagswahl 2017. Das Votum für sie war deutlich.

„Ich freue mich, es machen zu dürfen“, sagte Dr. Gabriela Seitz-Hoffmann. Sie war  bei der Aufstellungsversammlung von „Bündnis 90/Die Grünen“ im „Gasthof Weiß“ in Spatzenhausen zur Direktkandidatin für den Wahlkreis 226 gewählt worden. Die promovierte Politologin aus Hohenpeißenberg hatte sich ebenso wie der Peitinger Physiker Thomas Elste bereits im Vorfeld zur Kandidatur bereit erklärt. Weitere Vorschläge wurden in der Versammlung nicht gemacht.

Elste nutzte von den zehn Minuten, die er zur Vorstellung hatte, nur sechs. Als Begründung führte er an, dass er es als Naturwissenschaftler gewohnt sei, Sachverhalte nicht nur schnell zu erfassen, sondern auch knapp und präzise darzustellen. Der gebürtige Helmstedter hat in München Physik studiert und verwies auf seine Auslandserfahrung. Er sei schon zu Studienzwecken und beruflich unter anderem in Paris, Stockholm und Grenoble gewesen. Eine Tätigkeit beim „Bund Naturschutz“ habe ihn nicht ausgefüllt, weswegen er sich nun bei den Grünen politisch betätige. Beruflich ist er als Klimaforscher auf dem Hohen Peißenberg tätig.

Die Hohenpeißenbergerin Seitz-Hoffmann, Jahrgang 1952, ist ebenfalls eine Zugereiste. Sie kam 2005 nach Hohenpeißenberg und engagiert sich seit 2008 in der Politik. Sie ist seither im Gemeinderat und seit 2014 auch im Kreistag, außerdem kandidierte die Grüne bereits für den Landtag und den Bundestag. Grund für ihr Engagement in der Politik sei gewesen, dass sie es „nicht ausgehalten hat, nichts zu tun“, nachdem sie festgestellt habe: „Es läuft vieles schief im Land.“

Zu Seitz-Hoffmanns Zielen gehören unter anderem nachhaltiges Wirtschaften, effiziente Energienutzung und eine Steuerreform, die Arbeitseinkommen entlastet und dafür Finanztransaktionen belastet.

Die Wahl zwischen den beiden Kandidaten ging schnell über die Bühne. Von den 24 anwesenden Mitgliedern der Partei waren 22 wahlberechtigt und gaben gültige Stimmen ab, sieben davon entfielen auf Elste, 15 auf Seitz-Hoffmann, die somit eine gute Zweidrittelmehrheit erhielt.

Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich optimistisch. Die Grünen verzeichneten derzeit in der Region noch Zuwächse. Selbst gegen Alexander Dobrindt (CSU) rechneten sich einige der Anwesenden Chancen aus. Die Probleme um die Autobahnmaut und das Verhältnis zur CDU könnten Dobrindt Stimmen kosten. Seitz-Hoffmann zur Bundestagswahl: „Wir machen den Wahlkampf, damit wir gewinnen.“

Text: Alfred Schubert

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