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Inzwischen fahren die Züge am Hohenpeißenberger Bahnhof wieder.
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Inzwischen fahren die Züge am Hohenpeißenberger Bahnhof wieder.

Hohenpeißenberger Gemeinderat Andreas Ranft hat Mitleid mit am Bahnhof gestrandeten Wanderern

Ja, bin ich denn ein Taxi?

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Einen unerwarteten Nebenjob als Taxifahrer hatte der Hohenpeißenberger Gemeinderat Andreas Ranft kürzlich für ein paar Tage.

Einen unerwarteten Nebenjob hatte der Hohenpeißenberger Gemeinderat und Geschäftsmann Andreas Ranft (Freie Wähler) kürzlich für ein paar Tage. Er war immer wieder als ehrenamtlicher Taxifahrer im Einsatz, wie er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im „Haus der Vereine“ berichtete. Sein Betrieb „Diamanttechnik Ranft“ liegt gegenüber des Hohenpeißenberger Bahnhofes. Dort hielt während des Umbaus des Schongauer Bahnhofes jüngst für zehn Tage kein Zug der „Bayerischen Regiobahn“ (BRB) (wir berichteten). Als Schienenersatzverkehr pendelte ein Bus zwischen Schongau und Peißenberg. Dieser fuhr in Hohenpeißenberg allerdings nicht vom Bahnhof ab, sondern vom Schächen, der rund 1,2 Kilometer bergauf an der Hauptstraße in der Ortsmitte liegt.

„Die Einheimischen wissen das“, sagte Ranft in der Gemeinderatssitzung, das Problem seien die Fremden, in der Regel Wanderer und Ausflügler, die von außerhalb kämen und weder vom Schienenersatzverkehr eine Ahnung hätten noch vom Standort der Haltestelle. „Die setzen sich an den Bahnhof und warten vergeblich auf den Zug.“ Wenn er die Wartenden sehe und ihnen dann eröffne, dass kein Zug und stattdessen ein Bus fahre, dessen Haltestelle sich 1,2 Kilometer entfernt bergauf befindet, dann sei die Verzweiflung oft so groß, dass er sich nun schon mehrmals als Taxifahrer betätigt habe: „Die sind oft von Wessobrunn hergelaufen und echt fertig. Wenn ich denen sage, ,Ihr müsst wieder hochlaufen’ – oh je. Die tun mir auch echt leid.“ Aus Mitleid habe er schon mehrere gestrandete Wanderer mit dem Auto zur Bushaltestelle an den Schächen gefahren.

Der Schienenersatzverkehr hat zwar vorerst am 19. September geendet und die BRB fährt nun wieder, aber bestimmt sei das nicht der letzte Schienenersatzverkehr in Hohenpeißenberg gewesen. Er wolle für das nächste Mal anregen, dass sich die Gemeinde mit der BRB in Verbindung setzt, um eine Verbesserung der Situation der gestrandeten Bahnfahrer zu erreichen, sagte Gemeinderat Ranft.

Bürgermeister Thomas Dorsch griff diesen Vorschlag auf: „Es sollte besser ausgezeichnet sein“, sagte er. Auch wenn die Zeit des Schienenersatzverkehrs nun erst einmal vorüber sei, wolle er doch mit der BRB reden, wie sich in Zukunft besser verbreiten lasse, dass kein Zug fahre und dass sich die Bushaltestelle oben im Ort und nicht unten am Bahnhof befinde. „Vielleicht kann das auch im Internet deutlicher gemacht werden“, schlug Dorsch vor.

Gemeinderat Rudi Hochenauer (SPD) regte an, beim nächsten Schienenersatzverkehr vielleicht sogar oben auf dem Hohen Peißenberg an der Wallfahrtskirche eine Mitteilung aufzuhängen, die die Wanderer darauf hinweist, dass sie den Weg hinunter zum Bahnhof gar nicht erst machen müssen, sondern am Schächen in den Bus steigen können. „Das wäre vielleicht sinnvoll“, sagte Hochenauer.

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