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Im Faschingszug ruderten auch die „Hohenpeißenberger Faschingsmuffel“ mit ihren selbst gebauten Kanus mit  – natürlich nicht ohne Badekappen und „Bufferl“.

Hohenpeißenberg

Kanutouren, Lügentests und Partymusik

„Badekappenpflicht, Bufferl-Pflicht, bei Schlagseite ist Möwen füttern verboten!!!“: so lauteten die Regeln für alle, die an den „Verführten Kanutouren auf den Hohenpeißenberger Badeseen“ teilnehmen wollten.

Hohenpeißenberg –Die boten die „Hohenpeißenberger Faschingsmuffel“ an. Zum wiederholten Male hatte sich die Gruppe mit witzigen Ideen an der Faschingsgaudi im Ort beteiligten. Zehn „Faschingsmuffel“ ruderten dabei mit zehn gebastelten Pappkanus am Samstag im Zug mit, der die Narren vom Schächengelände über die Rigi-, Sonnen-, Kreuz- und Blumenstraße zum Feuerwehrhaus führte.

Angeführt wurde der Gaudiwurm vom 25-köpfigen Trommlerzug „Bayerischer Rigi“. Hundert Meter weiter folgte der Wagen mit den Musikern der Knappschafts- und Trachtenkapelle, die „als die Fischplage vom See“ unterwegs waren und die Faschingsgaudi gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr organisiert hatten. Mit Songs wie „Atemlos“, „Highway to hell“ oder „Hulapalu“ sorgten sie dafür, dass der Stimmungsfaden nie abriss.

Völlig losgelöst gaben sich – mit dem kleinen Major Korbinian als Führer – die Damen von der Kindertagesstätte St. Anna. Nachdem sie ihr Schreiner offenbar im Stich gelassen hatte, suchten sie jetzt auf dem Mars nach einer galaktischen Alternative. Mit einem mobilen Tischtennistisch im Kleinformat waren die „Montags-Sportler“ unterwegs, und der „Schelle-Clan“ prüfte mit seinem mitgeführten Lügendetektor die Ehrlichkeit der Hohenpeißenberger Bürger.

Rund 200 bis 300 Zaungäste verfolgten die Maschkera-Parade. Gelegentlich stockte der kleine Zug, weil aufmerksame Bürger in ihrem Vorgarten eine kleine Bar aufgebaut hatten, an der niemand ungenutzt vorbeiziehen wollte. „Inge’s Laden is zua“ war die alarmierende Botschaft einiger Schweine und Kühe, die auf die so begründete „Frischfleischnot in Hpbg“ aufmerksam machten. Eine subtil politische Äußerung kam von einem bärtigen Hippie via Leiterwagerl und Palmen-Atrappe mit Frauenporträt. Seine Palme krönte die Textbotschaft „Willst du die Gabi auf der Palme sehen? Dann musst du in die Gemeinderatssitzung gehen!“

Lang war er nicht, der Zug, und so machte ein Zuschauer eine Bemerkung zu dessen überschaubarer Größe. Die logische oder mindestens amüsante Erklärung lieferte postwendend sein Gegenüber: „Früher sind wir alle mitgegangen, aber da gab es keine Zuschauer.“ Der Zug erreichte schließlich planmäßig das Feuerwehrgelände, wo noch lange gemeinsam gefeiert wurde. 

 gro

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