Die Kandidaten: (vorne, v.l.) Katharina Wycisk, Gabriela Seitz-Hoffmann, Barbara Bernhartzeder und Doris Meier-Wycisk, (hinten v.l.) Peter Megele, Hermann Summer, Michael Herbst, Andreas Leins, Gertraud Brod und Ludwig Brod. 

Kommunalwahl 2020: „Aufwind“  zufrieden, aber weiter wichtig

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Acht Kandidaten möchten für „Aufwind“ in den Hohenpeißenberger Gemeinderat einziehen. Am Montag wurde die Liste zusammengestellt. Auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten verzichtete die Gruppierung allerdings.

Hohenpeißenberg – „Aufwind“ wurde im Jahr 2005 gegründet, weil damals in Hohenpeißenberg Unzufriedenheit herrschte mit der Politik des damaligen Bürgermeisters. Inzwischen ist das anders, wie bei der Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl 2020 viele der Kandidaten ausführten. Sie seien zufrieden mit ihrem aktuellen Bürgermeister Thomas Dorsch, sagten einige der „Aufwind“-Mitglieder bei der Aufstellungsversammlung am Montagabend im „Haus der Vereine“. Deswegen verzichtete die Gruppierung, die aktuell 52 Mitglieder hat, auch darauf, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen.

Dass es bei aller Zufriedenheit wichtig ist, im Gemeinderat in Hohenpeißenberg vertreten zu sein – derzeit sitzen zwei „Aufwind“-Mitglieder im Gremium –, darüber waren sich alle einig. „Ich sehe, dass ,Aufwind’ im Gemeinderat wichtig ist“, sagte zum Beispiel die Vorsitzende Gabriela Seitz-Hoffmann, die Mitglied des Gemeinderates ist, als sie sich bei der Versammlung vorstellte. Sie wurde auf die ersten drei Plätze der Kandidaten für die Gemeinderatswahl gewählt.

Auch der ehemalige Rektor des Weilheimer Gymnasiums, Hermann Summer, den Seitz-Hoffmann ein „Hohenpeißenberger Urgestein“ nannte, sagte, dass „Aufwind“ weiterhin eine wichtige Rolle in Hohenpeißenberg spiele, auch, wenn der jetzige Bürgermeister ein „harmoniebedürftiger und umsichtiger Mann“ sei. „Ich denke trotzdem, dass es ,Aufwind’ braucht – als Hinterfragerverein.“ Summer wurde auf die Plätze sieben bis neun gewählt. Auf den Plätzen vier bis sechs steht Andreas Leins, der Schatzmeister bei der Gruppierung ist und als Sparkassenbetriebswirt auch beruflich mit Finanzen zu tun hat. Er wolle seine Kandidatur „in keinem Fall als Gegenantritt“ gegen den amtierenden Bürgermeister verstanden wissen, sagte Leins. An „Aufwind“ gefalle ihm das Gefühl, an der Sache zu arbeiten – „unabhängig von jeglicher politischer Couleur“.

Der Vorstand der Gruppierung hatte drei Listenvorschläge ausgearbeitet, mit jeweils acht Kandidaten, die auf 16 Listenplätze verteilt sind (siehe links).

„Ich bin total stolz auf diese tolle Truppe“, sagte Seitz-Hoffmann, nachdem sich alle Kandidaten vorgestellt hatten. Auf der Gemeinderatsliste von „Aufwind“ für die Kommunalwahl am 15. März im kommenden Jahr finde sich eine „tolle Mischung“. Es seien Junge und Alte vertreten, Frauen und Männer. Sie hoffe, dass so möglichst viele Sitze im Gemeinderat ergattert werden könnten.

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