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Hoch ging es beim Faschingzug in Hohenpeißenberg her.
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Wieder ein Faschingszug

Lieber „Schächentowers“ als Neuschwanstein - das empfehlen Maschkera in Hohenpeißenberg

Der strenge Winter hat in Hohenpeißenberg seine Spuren hinterlassen. Zumindest waren Schnee  und Räumdienst das Top-Thema beim Faschingszug.

Hohenpeißenberg– Die Gaudi wurde von der Knappschafts- und Trachtenkapelle sowie der Feuerwehr organisiert. Eigentlich treten die „Knatra“-Musiker zu öffentlichen Anlässen entweder in Bergmannsuniform oder in bayerischer Tracht auf. Bei der Faschingsgaudi jedoch waren stattdessen Arbeitsanzüge und orange Warnwesten angesagt: Die „Knatra“ gab sich stilecht als Winterdienst aus. Der Festwagen wurde von einem mit Schneepflug ausgestatteten Unimog gezogen und als „Knatras Antiaggressionsschneehaufen“ deklariert. „Wenn es der Hohenpeißenberger Winterdienst in die Presse schafft und unser Bürgermeister so viele Anrufe und Beschwerden bekommt, dann müssen wir das natürlich aufgreifen“, begründete Musikervorstand Peter Wiesmüller die Themenwahl. Rund um den Festwagen wurden per Banner die entsprechenden Botschaften unters Narrenvolk gebracht. Beispiel gefällig? „Schnee vergeht, Dummheit besteht“, „Ist der Schnee recht schwer und nass, macht Winterdienstmobbing richtig Spaß“, „Bei so viel Schnee da hilft kein Jammern, man muss sich nur an den Schneepflug klammern“ und „Kommt der Thomas D. zur Schlichtung, räumt der Pflug in´d falsche Richtung“. Apropos Thomas Dorsch. Auch der Rathauschef mischte sich unters Narrenvolk. Allerdings musste man schon genauer hinschauen, um das Gemeindeoberhaupt zu erkennen. Dorsch zog bei der Gaudiwurmschleife über die Rigi-, Sonnen-, Kreuz- und Blumenstraße in einer japanischen Reisegruppe mit, die in fernöstlichem Gewande samt Kegelhut gekleidet war. Eine Anspielung auf die weltweite Anziehungskraft des neuen Schächen: „Konfuzius sagt, du musst zu den Schächentowers fahren, dann kannst du dir Neuschwanstein sparen“, lautete die Botschaft. Und: „Dank unserer ‘grandiosen‘ Schächentowers und dem EU-Leader-Projekt ham uns jetzt a no de Japaner entdeckt.“ Der Gaudiwurm, der alle zwei Jahre stattfindet, war eine kleine, aber feine Veranstaltung. Bis auf die Musiker waren die Teilnehmer allesamt zu Fuß unterwegs – so wie der „Eisbären“-Trommlerzug oder die „Stiefelweiher-Fischerei AG“. Wobei: Zwei Ausnahmen gab es noch in puncto „Fortbewegungsmittel“: Das „Höllenmobil“, das „teuflisch guten Hochprozentigen“ an Bord hatte und das „Space-Taxi“, das von Maxi Bauer und seinen Freunden gesteuert wurde. Der Achtjährige mimte den „Mr. Spuck“ – „weil der am lustigsten ist“, wie es von ihm hieß.

Bernhard Jepsen

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