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Scherenschnitt zur Verkehrsfreigabe: Uwe Fritsch (von links, vor ihm Fabian und Maxi), Thomas Dorsch, Karl Wiebel, Alexander Dobrindt, Andrea Jochner-Weiß, Harald Kühn, Alexandra Bertl. 

Nach mehr als acht Jahren Bauzeit

Die Umfahrung ist – endlich – eröffnet

Nach mehr als acht Jahren Bauzeit und fünf Jahre später als geplant wurde am Montag die Ortsumgehung Hohenpeißenberg eröffnet. Rund 43,3 Millionen Euro hat das von vielen Problemen gebeutelte Projekt laut Ex-Verkehrsminister und Bundestagsabgeordnetem Alexander Dobrindt gekostet.

Hohenpeißenberg – Irgendwie passte es zur Ortsumgehung von Hohenpeißenberg, dass selbst die feierliche Freigabe für den Verkehr gestern Morgen mit einer viertel Stunde Verspätung begann. Die Minusgrade, die gegen 10 Uhr herrschten, hatten die rund 500 Besucher der Veranstaltung nicht geschreckt – unter ihnen etliche Bürgermeister, wie Manuela Vanni aus Peißenberg, Michael Asam aus Peiting, Falk Sluyterman aus Schongau und Markus Loth aus Weilheim, Landtagsabgeordneter Harald Kühn und drei ehemalige Leiter des Staatlichen Bauamtes: Sie wollten sich die Eröffnung der von vielen lang ersehnten Umfahrung von Hohenpeißenberg nicht entgehen lassen.

Der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Uwe Fritsch, begrüßte all die honorigen Gäste zur Eröffnung der rund 5,5 Kilometer langen Straße, die im Rahmen des Konjunkturpaketes II bewilligt worden war. Tatsächlich tummelte sich so ziemlich alles, was im Kreis Rang und Namen hat, auf der neuen B 472, die den Ort Hohenpeißenberg vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr entlasten soll. „Es freut mich, dass wir unser Wort halten können“, sagte Fritsch bezüglich des Eröffnungstermines. Beim Straßenfest auf der Baustelle der Umfahrung im Sommer war das Versprechen gegeben worden, dass die Straße noch in diesem Jahr für den Verkehr freigegeben werden soll.

„Es ist ein bissl ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Region“, sagte der ehemalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bei seiner Ansprache über das 43,3 Millionen Euro teure, aus Bundesmitteln finanzierte Straßenbauprojekt, das mit 35 Millionen Euro veranschlagt war. Das Geld sei gut angelegt, sagte Dobrindt, weil mit dieser Umgehung „die Entlastung der Bürger mit mehr Mobilität“ kombiniert würde. Er freue sich schon, wenn Weilheim mit seiner Umfahrung voranschreite. Er frage sich nur, ob diese links, rechts oder mittendurch verlaufen soll. Er habe zwar sein Amt an seinen Nachfolger Christian Schmid übergeben, aber „die schönen Termine“ werde er nach wie vor selber übernehmen, so Dobrindt, der aber Grüße seines Nachfolgers überbrachte.

Grüße von Innenminister Joachim Herrmann überbrachte Karl Wiebel, der Leiter der Abteilung „Straßen- und Brückenbau“ im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr. Landrätin Andrea Jochner-Weiß und der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch fassten sich angesichts der vielen frierenden Menschen um sie herum kurz: Sie wünsche den Hohenpeißenbergern „viel Ruhe und neue Lebensqualität“, sagte die Landrätin.

Dorsch sprach von einem Jahrhundertereignis, einem „Glückstag für Hohenpeißenberg“. Die Straße sei nicht nur für den Ort, sondern auch für die Region von großer Bedeutung. „Und der Ort kann endlich aufatmen“, sagte der Bürgermeister. Dennoch hoffe er, dass Besucher nach wie vor den Weg nach Hohenpeißenberg hinein finden würden.

Nachdem die beiden Geistlichen Dr. Rainer Mogk und Dr. Robert Kröpfl die Straße gesegnet hatten – ohne Weihwasser, dieses war zu Eis geworden –, wurde das Band zerschnitten.

Kathrin Hauser

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