Ab sofort gibt es die Jahrestickets für die Parkplätze am Hohen Peißenberg zu kaufen, die (v.l.) Thomas Dorsch, Pascal und Michael Fischer präsentieren.
+
Ab sofort gibt es die Jahrestickets für die Parkplätze am Hohen Peißenberg zu kaufen, die (v.l.) Thomas Dorsch, Pascal und Michael Fischer präsentieren.

Parkgebühr: Ab Dezember wird auf dem Hohen Peißenberg kontrolliert

  • Kathrin Hauser
    VonKathrin Hauser
    schließen

Die Parkscheinautomaten auf den beiden Parkplätzen auf dem Hohen Peißenberg stehen bereits, so richtig ernst wird es aber erst ab Dezember. Dann überwacht eine Firma, ob auch Parkscheine gelöst wurden. Für Einheimische gibt es ab sofort vergünstigte Jahrestickets.

Hohenpeißenberg – Es ist ein trüber, regnerischer Morgen auf dem Hohen Peißenberg. Nur wenige Autos stehen auf dem Oberen Parkplatz bei der Gaststätte „Bayerischer Rigi“. Vom Trubel, der bei schönem Wetter hier oben herrscht, keine Spur. Weil es vor allem an sonnigen Tagen, an Wochenenden und an Feiertagen rund geht auf dem Berg und weil der Wirt der Gaststätte, Michael Fischer, Kosten im sechsstelligen Bereich hatte, als er den Oberen Parkplatz kürzlich sanieren und asphaltieren ließ, hat sich die Wirtsfamilie entschlossen, künftig Parkgebühren auf beiden Parkplätzen auf dem Hohen Peißenberg zu verlangen (wir berichteten).

Inzwischen sind Parkscheinautomaten sowohl am Unteren als auch am Oberen Parkplatz aufgestellt und funktionieren auch bereits, doch so richtig ernst wird es mit der Gebührenpflicht erst ab Dezember, wie Fischer sagt: „Im Moment ist es eine Übergangsphase. Ab Anfang Dezember wird kontrolliert“ Erst wenn alle Hohenpeißenberger die Möglichkeit gehabt hätten, die Jahrestickets zu erwerben, die für Einheimische für einen Preis von 10 Euro verkauft werden, dann werde eine Fachfirma mit der Überwachung der Parkplätze beauftragt.

Inzwischen sind die Jahrestickets gedruckt und im „Bayerischen Rigi“ sowie im Hohenpeißenberger Rathaus an der Kasse im Zimmer 10 erhältlich. Diese können allerdings nur Bürger von Hohenpeißenberg erwerben. Wer also ein Jahresticket erstehen will, sollte sich als Einheimischer ausweisen können oder als solcher bekannt sein. Dieses Ticket gilt jetzt für den Rest dieses Jahres sowie fürs kommende Jahr 2022. Im Jahr darauf kann die Karte aus Pappe, die mit dem entsprechenden Autokennzeichen beschriftet wird, wiederverwendet werden, wenn der Besitzer eine neue Marke erstanden hat.

Alle, die nicht in Hohenpeißenberg leben, können am Parkscheinautomaten ein Drei-Stunden-Ticket für 2 Euro oder ein Tagesticket für 4 Euro erstehen. Die Preise gelten für den Oberen sowie den Unteren Parkplatz. Die Tickets können an beiden Automaten gezogen werden. Wer in der Gastwirtschaft auf dem Hohen Peißenberg einkehrt, bekommt 50 Prozent des Geldes erstattet.

Ebenfalls ab diesem Dezember soll das Nachtparkverbot auf dem Oberen Parkplatz in Kraft treten. Von 23 bis 6 Uhr ist es dann verboten, auf dem Berg zu parken. Bis Dezember sollen entsprechende Schilder aufgestellt sein. Zudem sollen bis dahin die einzelnen Parkplätze auf dem Oberen Parkplatz markiert sein.

Der Untere Parkplatz ist unter Wohnmobilfahrern sehr beliebt. Dort soll es zu den anderen Parkscheinen noch ein Wohnmobil-Ticket geben, das 24 Stunden gilt und 15 Euro kostet. Wohnmobilfahrer, die in der Gaststätte einkehren, erhalten 5 Euro Ermäßigung.

„Wir sind dankbar, dass die Parkplätze weiter der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen“, sagte Bürgermeister Dorsch. Beide Parkplätze auf dem Hohen Peißenberg gehören Familie Fischer – allerdings hat die Gemeinde Hohenpeißenberg für rund die Hälfte des Unteren Parkplatzes eine Dienstbarkeit darüber, dass er als Parkplatz genutzt werden kann.

Weil sich die Kommune zwar nicht ums Betreiben der Parkscheinautomaten kümmert, aber für den Rest der Infrastruktur sorgt, soll Hohenpeißenberg an den Einnahmen beteiligt werden. Die Gemeinde soll die Hälfte der eingenommenen Parkgebühren erhalten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare